Betrugsverdacht: Razzia bei Laternenhersteller Hess

Betrugsverdacht: Razzia bei Laternenhersteller Hess

Der Leuchtenhersteller Hess steht im Visier der Staatsanwaltschaft. Der Verdacht: Bilanzfälschung und Anlagebetrug. Nun wurden Büros und Privatwohnungen der früheren Unternehmensvorstände durchsucht.

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat Privatwohnungen und Büros der Ex-Vorstände des Leuchtenherstellers Hess durchsucht. Bei der Razzia am Mittwoch sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Die Ermittlungen seien ausgeweitet worden. Inzwischen werde nicht nur dem Verdacht der Bilanzfälschung bei dem Börsenneuling nachgegangen, sondern auch dem Verdacht des Kapitalanlagebetrugs durch falsche Angaben im Prospekt zum Börsengang, ergänzte der Sprecher.

Verdacht auf Bilanzfälschung Laternenbauer Hess feuert Vorstände

Wegen des Verdachts der Bilanzmanipulation feuert der Straßenlaternen-Hersteller Hess seine beiden Vorstände fristlos. Mit Wissen des Vorstands sollen seit 2011 fingierte Umsätze ausgewiesen worden sein.

huGO-BildID: 8582128 Ein Arbeiter montiert am Freitag (25.05.2007) in der Hess Lichttechnik GmbH im ostsächsischen Löbau eine Mastleuchte. Das 2000 gegründete Löbauer Werk ist eine Tochtergesellschaft der Firma Hess AG in Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg). Seit Firmengründung wurden in der Oberlausitz 14 Millionen Euro in das Werk investiert. Am 25.05.2007 wurde ein 4.300 Quadratmeter großer Erweiterungsbau übergeben. 60 Mitarbeiter fertigen in Löbau Mastleuchten für 40 Länder der Erde. Hauptkunden sind Frankreich und die USA. Foto: Matthias Hiekel/lsn +++(c) ZB-FUNKREGIO OST - Honorarfrei nur fuer Bezieher des ZB-Regiodienstes+++ Quelle: ZB

Der Aufsichtsrat des Leuchtenherstellers aus Villigen-Schwenningen hatte Vorstandschef Christoph Hess und Finanzvorstand Peter Ziegler in der vergangenen Woche fristlos entlassen. Ihnen wird vorgeworfen, Umsätze in den Bilanzen für 2011 und 2012 geschönt zu haben. Hess hatte die Anschuldigungen als nicht nachvollziehbar zurückgewiesen.

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Das Unternehmen aus dem Schwarzwald war erst im Oktober an die Börse gegangen und hatte 35,65 Millionen Euro bei Anlegern eingesammelt. Von einer möglichen Täuschung beim Börsengang wären viele Kleinanleger betroffen, denn Hess hatte Sparkassen-Kunden im Schwarzwald und in Sachsen, wo die Firma einen weiteren Standort hat, bei der Zuteilung bevorzugt behandelt. Hess beschäftigt rund 360 Mitarbeiter.

Das Unternehmen kooperiere mit den Ermittlungsbehörden, erklärte die Staatsanwaltschaft weiter. Auch intern laufen die Prüfungen, wie ein Firmensprecher sagte. Die Wirtschaftsprüfer von Ebner, Stolz & Partner aus Stuttgart sowie die Münchener Anwaltskanzlei Pöllath untersuchten die Vorgänge. "Das wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen", sagte der Sprecher.

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