Bilfinger: DSW-Aktionärsschützer wollen Sonderprüfung

exklusivBilfinger: DSW-Aktionärsschützer wollen Sonderprüfung

von Harald Schumacher

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) erwägt, auf der Hauptversammlung des Mannheimer Bau- und Dienstleistungskonzerns Bilfinger im kommenden April „eine Sonderprüfung der Bilfinger-Nigeria-Geschäfte zu beantragen“.

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Die DWS erwägt die Beantragung einer Sonderprüfung der Bilfinger-Nigeria-Geschäfte

Dies sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler. Die Aktionärsschützer reagieren damit auf den Kompromiss, den Bilfinger-Chef Roland Koch mit dem US-Justizministerium geschlossen und am vergangenen Montag bekannt gegeben hat.

Die Behörde warf dem Konzern Korruption in Nigeria vor. Nun gesteht Bilfinger die Verfehlungen ein, muss sein Compliance-System unter anderthalbjähriger US-Aufsicht verbessern und zahlt eine Geldbuße von 23,3 Millionen Euro. Die DSW befürchtet, dass Geldbuße und Anwaltskosten letztlich zulasten der Aktionäre gehen. Denn Bilfinger wolle gegenüber dem damals verantwortlichen Vorstandschef Herbert Bodner „keine Schadenersatzforderungen erheben“, sagte ein Sprecher des Konzerns.

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Bodner hatte Bilfinger von 1999 bis 2011 geführt und sitzt seit April 2013 im Aufsichtsrat. 2010 hatte er im Interview gesagt, das Compliance-System der nigerianischen damaligen 49-Prozent-Tochter Julius Berger sei sicher, Korruption gebe es womöglich in Nigeria, „aber nicht bei Julius Berger“.

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