Blackrock-Chef: Sorgen um den starken Dollar

Blackrock-Chef: Sorgen um den starken Dollar

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Erste Zweifel am starken Dollar.

Bisher waren aus den USA kaum Klagen über den starken Dollar zu hören. Blackrock-Chef Larry Fink warnt nun vor den Risiken. Und auch in Deutschland sind die positiven Effekte für den Export wohl schwächer als angenommen.

Bisher schien es, als störe der starke Dollar die US-Wirtschaft kaum. Larry Fink, Chef des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock, sieht das offenbar nicht so. In einem Vorwort zum Jahresbericht des Unternehmens warnt Fink, der steile Anstieg des Dollar belaste das Vertrauen der US-Unternehmer, es bestehe das Risiko eines Abschwungs.

Zwar sei die gesamte US-Wirtschaft nicht so stark abhängig von Exporten, für viele der großen US-Konzerne seien die Verkäufe ins Ausland allerdings sehr wichtig für das Geschäft, so Fink. Der Blackrock-Chef befürchtet, langfristig könnte der starke Dollar die Konzernlenker nervös machen und so nötige Investitionen verzögern oder sogar verhindern.

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Die größten Gläubiger der USA

  • Gesamtschulden der USA

    Die USA sind mit 17,557 Billionen US-Dollar verschuldet. Dies sind die größten Gläubiger aus dem Ausland...

  • Hong Kong

    Auf Platz 10 der größten Gläubiger der USA liegt Hong Kong. Die Sonderverwaltungszone an der Südküste der Volksrepublik China hat US-Schuldscheine über 155,8 Milliarden US-Dollar im Portfolio.

  • Schweiz

    Rund 174,0 Milliarden US-Dollar schuldet die Supermacht dem Alpenstaat.

  • Taiwan

    Mit 174,4 Milliarden US-Dollar ist Taiwan aktuell in den USA engagiert.

  • Großbritannien

    Mit 179,8 Milliarden US-Dollar stehen die Vereinigten Staaten bei Großbritannien in der Kreide.

  • Brasilien

    Brasilien ist eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften, derzeit die sechstgrößte der Welt. Die USA schulden dem südamerikanischen Staat 250,1 Milliarden US-Dollar.

  • Die größten Erdöl-Förderer

    Unter die größten Erdöl-Förderer fallen die Länder Ecuador, Venezuela, Indonesien, Bahrain, Iran, Irak, Kuwait, Oman, Katar, Saudi Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Algerien, Gabun, Lybien und Nigeria. Ihnen schulden die USA insgesamt 257,9 Milliarden US-Dollar.

  • Karibik-Staaten

    Die Karibik-Staaten liegen mit Forderungen von 310,8 Milliarden US-Dollar auf Rang vier unter den größten Gläubigern der USA.

  • Belgien

    Enorm aufgestockt haben die USA ihre Schulden bei den Belgiern. Die Rückstände liegen derzeit bei 362,4 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich dazu: ein Jahr zuvor betrugen sie gerade mal 175,2 Milliarden US-Dollar. Belgien ist somit der größte Gläubiger aus Europa und belegt insgesamt den dritten Platz.

  • Japan

    Japan schulden die Vereinigten Staaten von Amerika 1,2 Billionen US-Dollar. Damit belegt der Inselstaat den zweiten Rang.

  • China

    Der mit Abstand größte ausländische Gläubiger der USA ist nach wie vor China. Aktuell liegen die Schulden der Amerikaner bei 1,3 Billionen US-Dollar. Das Investment der Chinesen ist für beide Länder reizvoll, doch die Chinesen wollen ihre Abhängigkeit von den USA verringern

Im Vergleich zu anderen Währungen ist der Dollar in den vergangenen neun Monaten um rund 25 Prozent gestiegen. Kurzfristig belastete allerdings der eher schwache US-Arbeitsmarktbericht den Greenback. Laut dem am Karfreitag veröffentlichten Bericht hatten US-Unternehmen nur halb so viele Stellen geschaffen, wie zunächst erwartet worden war. Deshalb rechnen Experten nun damit, dass die US-Notenbank Fed sich mit der angekündigten Zinswende noch etwas Zeit lassen könnte.

Boomt der Export wirklich?

In Deutschland dagegen wurde der starke Dollar bisher als Konjunkturstütze gefeiert. Zu viel Euphorie ist aber offenbar nicht angebracht. Denn der schwache Euro hilft zwar den Exportunternehmen in Deutschland und verbessert ihre Wettbewerbsfähigkeit - allerdings nur in überschaubarem Maße. Insgesamt werde der deutsche Export in diesem Jahr um 2,7 Prozent oder um 36 Milliarden Euro wachsen, heißt es in einer aktuellen Studie des Kreditversicherers Euler Hermes. Der schwache Euro trage dazu fünf Milliarden Euro bei.

„Da sich die Margen der Unternehmen auf einem Zehnjahrestief befinden, erhöhen viele Firmen vermutlich eher die Verkaufspreise, als den verbilligenden Effekt des Euro zu nutzen“, sagte Ludovic Subran, Chefökonom der Euler Hermes Gruppe.

Zudem entfallen 40 Prozent der deutschen Exporte auf Länder der Eurozone, so dass der Währungseffekt wegfällt. „In vielen aufstrebenden Wachstumsmärkten haben jedoch die Währungen - wie auch der Euro - stark an Wert verloren, so dass sich kein großer Vorteil ergibt“, sagte Subran. „Die stärksten Effekte erwarten wir im Handel mit den USA.“

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Risiken für den deutschen Export sehen die Experten von Euler Hermes vor allem in Rezessionen und geopolitischen Krisen. So könnte das schwächere Wachstum in China die deutschen Exporteure rund fünf Milliarden Euro Umsatz kosten, die geringeren Investitionen in ölfördernden Ländern vier Milliarden Euro und die schwere Rezession in Russland acht Milliarden Euro. Daher falle die Wachstumsrate des deutschen Exports in diesem Jahr mit 2,7 Prozent auch geringer aus als im Vorjahr mit 3,6 Prozent.

Die deutsche Exportwirtschaft könne sich jedoch auf ihre bewährten Erfolgsrezepte stützen, heißt es in der Studie. Dazu gehörten die Diversifizierung der Absatzmärkte und die Internationalisierung der Produktion, hohe Direktinvestitionen im Ausland und die Qualität deutscher Produkte. „Deutschland ist in vielen aufstrebenden Märkten bereits hervorragend positioniert“, heißt es in der Studie.

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