Börse: 9000 Punkte im Dax – Zeit für ein Sicherheitsnetz?

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Börse: 9000 Punkte im Dax – Zeit für ein Sicherheitsnetz?

von Heike Schwerdtfeger

Der Dax hat ein neues Allzeithoch markiert, aber die Kursschwankungen haben insgesamt zugenommen. Wie Fonds mit technischen Tricks zweistellige Verluste verhindern wollen. 

Reine Nervensache waren die Tage bis zur Syrien-Entscheidung für Anleger. Mit einer diplomatischen Lösung stehen die Chancen gut, dass der Dax in diesem Jahr die 9000 Punkte noch erreicht, die die Deutsche-Bank-Tochter DWS für 2013 prognostizierte. Der Aktienfonds DWS Deutschland setzt trotz der Schwellenländerkrise weiterhin offensiv auf Exporteure. „China brennt auf kleiner Flamme, aber bessere Makroindikatoren wie eine steigende Produktion und steigende Preise sind ein hoffnungsvolles Zeichen“, sagt Co-Fondsmanager Christoph Ohme. Zum Portfolio gehören Unternehmen mit bedeutendem Auslandsgeschäft wie Siemens und MDax-Wert Gea. Das Bochumer Unternehmen ist unter anderem als Hersteller von Melkmaschinen und Separatoren, die in der Nahrungsmittel- und Pharmabranche eingesetzt werden, weltweit führend.

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Bei Immobilien werden Anleger zukünftig nicht mehr alle gleich behandelt. Quelle: Fotolia

Fonds mit Fallschirm

Einen glatten Durchmarsch zu Höchstständen muss es aber nicht geben, denn in den USA flammt die Debatte über die Schuldenobergrenze auf, die Euro- und die Syrien-Probleme sind nicht gelöst. Und zunächst blicken Börsianer mit Spannung auf die Bundestagswahl: Wichtig sei bei einem Exportland wie Deutschland, dass die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich erhalten bliebe. "Börsianer interessiert vor allem, wie eine spätere Regierung die Bedingungen im Euroraum mitgestalten wird", sagt Christoph Ohme, Fondsmanager für deutsche Aktien bei der Deutsche-Bank-Tochter DWS. Davon würden insbesondere ausländische Investoren ihr weiteres Engagement in europäischen Aktien abhängig machen, glaubt er. Käme es zu Koalitionen die zu einem Aufflammen der Eurokrise führen würden, könnten sie ihr Geld schnell wieder abziehen. „Viele Angelsachsen sehen Europa wieder optimistisch und glauben an eine Erholung. Es wäre negativ, wenn eine neue Bundesregierung dieses kleine Pflänzchen zerstören würde“, meint Ohme.

In Krisen aber drohen einem Deutschland-Aktienfonds schon mal zweistellige Verluste. Da immer weniger Anleger diese Turbulenzen ertragen, bietet die DWS ihren erfolgreichen Fonds mit einem Fallschirm an. Der Kurs des DWS TRC Deutschland (DE000DWS08N1) bewegt sich ruhiger (siehe Chart), das hat seinen Preis: Die Jahresrendite liegt mit 18 Prozent sechs Prozentpunkte hinter dem Original. TRC steht für Trend and Risk Control, und dessen Kern ist ein Computerprogramm, das nach Stress-Symptomen an den Kapitalmärkten forscht. Steigen die Kursbewegungen oder die Preise für Kreditausfallversicherungen, tritt TRC-Experte Heiko Mayer die Bremse. „Wenn es dunkle Wolken am Horizont gibt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es regnet“, so Mayers Motto. Er überlässt die Anleger nicht ihrem Schicksal, sondern steuert rechtzeitig gegen durch den Verkauf von Futures.

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