Börse: Dax im Samba-Modus

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Derzeit spielt an Brasiliens Börse die Musik

Einige Aktienmärkte in der Welt bieten gute Perspektiven. Börsen, die den Crash vom Sommer ausgebügelt haben und nah am Hoch notierten, zählen zu den Favoriten der nächsten Monate. So wie der Dax.

In der vergangenen Woche hat der Dax nach kurzer Euphorie über den Anstieg über die 7000-Punkte-Markte wieder deutlich nachgegeben. Schuld daran waren unter anderem die schwachen Automobilaktien.

Kommen Meldungen von einer Stagnation des chinesischen Automarkts auf, geraten die Aktien von Daimler, BMW und VW unter Druck. Kein Wunder, China zählt zu ihren großen Exportmärkten. Dabei kippt die chinesische Wirtschaft keineswegs ab. Nach 9,2 Prozent Wachstum (2011) dürfte sie in diesem Jahr bei gut sieben Prozent landen. Da Analysten den Autokonzernen ohnehin keine Gewinnsteigerungen zutrauen, sind die Aktien auch nicht heiß gelaufen. Die Investmentbank Goldman Sachs hat sogar bei Daimler über Optionen den Zugriff auf Stimmrechte auf 15,8 Prozent erhöht. Grund der überraschenden Meldung ist die neu im Wertpapierhandelsgesetz verankerte Pflicht, sämtliche Positionen in Termingeschäften zu melden; Übernahmeabsichten dürften kaum dahinterstehen. Auffällig: Vor Kurzem haben die Analysten der US-Bank das Kursziel für Daimler von 71 auf 86 Euro heraufgesetzt.

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Abgesehen von den Autoaktien, die sich auch bald wieder fangen dürften, hat der Dax jedoch durchaus gute Perspektiven. Börsen, die den Crash ausgebügelt haben und nah am Hoch notieren, zählen zu den Favoriten der nächsten Monate. Im internationalen Vergleich steht der Deutsche Aktienindex gut da. Die Musik spielt derzeit allerdings vor allem in Brasilien.

Börsen mit Potenzial

Der Bovespa-Index aus São Paulo gehört ebenso wie der Dax aus Frankfurt mit rund 40 Prozent plus seit dem Crash-Tief zu den Spitzenreitern. Zudem sind beide Börsenkurven nicht weit von ihren Höchstständen entfernt. In den Augen der Anleger sind brasilianische und deutsche Unternehmen gut durch die Krise gekommen. Trendfolger werden eher hier zugreifen. Die Nähe der Kurse zum historischen Hoch signalisiert, dass der Markt robust ist – eine gute Basis für die nächsten Monate. Ebenfalls interessant sind die Börsen in Istanbul, New York, Mexiko und Johannesburg. Die schafften zwar nur mittlere Gewinne, die reichten aber, die 2011er-Baisse auszugleichen. Kritisch ist es in Athen, Tokio oder Mailand. Dass die Kurse hier weit von einstigen Rekorden entfernt sind, zeigt die tiefe Erschütterung dieser Finanzmärkte. Vorsichtige machen um diese Börsen einen Bogen.

Die Aufholjagd der internationalen Aktienbörsen
Börse (Index)Kursanstieg seit dem Tief 2011*Entfernung vom Allzeithoch*Börse (Index)Kursanstieg seit dem Tief 2011*Entfernung vom Allzeithoch*
Moskau (RTS)41,8 %44,7 %Tokio (Nikkei)24,3 %283,7 %
Kairo (EGX)40,3 %137,2 %New York (Dow J.)24,3 %7,0 %

Frankfurt (Dax)

40,1 %

14,1 %

Mexiko (IPC)20,6 %1,1 %
São Paulo (Bovespa)39,2 %8,5 %Buenos Aires (Merval)20,6 %32,9 %
Wien (ATX)35,1 %123,1 %Johannesburg (All Share)20,5 %0,5 %
Zürich (SMI)31,5 %51,2 %London (FTSE)19,9 %16,9 %
Hongkong (Hang Seng)28,5 %51,5 %Warschau (WIG)14,9 %60,9 %
Paris (CAC)27,6 %95,0 %Mumbai (Sensex)13,8 %21,6 %
Istanbul (ISE)26,7 %13,3 %Madrid (Ibex)12,4 %85,6 %
Amsterdam (AEX)26,6110,8 %Toronto (TSX)11,6 %20,8 %
Mailand (FTSEMIB)26,4 %194,3 %Sydney (All Ord.)11,2 %57,0 %
Athen (ASE)24,4 %715,8 %Shanghai (A-Aktien)10,6 %156,9 %
*Quelle: Bloomberg, Thomson Reuters, eigene Berechnungen
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