Börse: Der Dax peilt neues Allzeithoch an

Börse: Der Dax peilt neues Allzeithoch an

von Anton Riedl und Andreas Toller

Die 8000 Punkte konnte der Dax bereits überwinden. Besser noch: Vieles spricht dafür, dass das Börsenbarometer auch sein historische Bestmarke von 2007 knacken wird.

Die wichtigsten Börsen sind auf Rekordjagd: der japanische Nikkei-Index erreichte erstmals seit September 2008 wieder 12.283 Punkte, der Dow Jones Index – bedeutendster Börsenindex weltweit – markierte mit inzwischen mehr als 14.300 Punkte und damit seit drei Tagen in Folge neue historische Bestmarken. Auch der deutsche Börsenindex Dax hat die psychologisch wichtige Marke von 8000 Punkten geschafft. Der Dax stieg in den ersten Minuten des Handels in der Spitze um bis 0,8 Prozent auf 8002 Zähler - eine Stunde nach Handelsbeginn notierte er noch 0,5 Prozent fester bei 7977 Zähler. Am Nachmittag nahm er die Hürde dann erneut und erreichte zweitweise 8015 Zähler. Damit ist auch das bisherige Rekordhoch von 8151,57 Zählern aus dem Jahr 2007 nicht mehr weit.

Die Börsen nehmen mit ihrem aktuellen Höhenflug die zaghaften Zeichen einer Erholung der Weltwirtschaft vorweg – schließlich besagt eine alte Börsenregel, dass der Aktienmarkt die wirtschaftliche Entwicklung ungefähr ein halbes Jahr im Voraus abbildet. Für Optimismus sorgen dabei vor allem die anhaltende Geldschwemme der Notenbanken und die Hoffnung auf eine Stabilisierung der US-Wirtschaft. "Mit so viel Unterstützung von Seiten der Zentralbanken ist der Weg nach oben frei", sagte Jawaid Afsar vom Brokerhaus SecurEquity.

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Asiatischer Aktienmarkt Nikkei springt über 12.000 Punkte

Feuerwerk an Asiens Börsen: Zum ersten Mal seit mehr als vier Jahren hat Japans Leitindex Nikkei heute die Marke von 12.000 Punkten geknackt. Angetrieben wird er etwa von der Hoffnung auf Geldspritzen der Notenbanken.

huGO-BildID: 30146471 Passersby are reflected on an electronic board showing Japan's Nikkei 225 index, top, that gained 72.10 points to reach 12,004.37 outside a securities company in Tokyo Thursday, March 7, 2013. Japan's Nikkei 225 index topped 12,000 for the first time in more than four years, but stock markets elsewhere in Asia flagged following Wall Street's eye-popping performance this week. (AP Photo/Shuji Kajiyama) Quelle: AP/dpa

Nachdem Japan im vierten Quartal 2012 endlich auf den Wachstumspfad zurückgekehrt ist und von Chinas Volkskongress ein Wachstum von 7,5 Prozent für die asiatische Konjunkturlokomotive in Aussicht gestellt wurde, sieht es auch für die größte Volkswirtschaft der Erde, die USA, gut aus. Lässt man die Staatsverschuldung mal beiseite, hat sich die Stimmung unter den großen US-Konzernen deutlich aufgehellt – und weitere Erholungssignale werden erwartet. Von den 30 schwergewichtigen Aktien im Dow Jones Industrial Index notieren bereits 24 oberhalb ihres Durchschnittkurses der vergangenen 200 Tage – ein wichtiges Indiz für den Aufwärtstrend der US-Wirtschaft und Voraussetzung für neue Höhenflüge an der Börse. "Investoren beschäftigen sich derzeit bis ins Detail mit den US-Konjunkturdaten", sagte Tobias Basse, Aktienstratege bei der NordLB. "Sollte der Arbeitsmarktbericht am Nachmittag massiv positiv überraschen, dann halte ich auch ein neues Rekordhoch im Dax nicht für ausgeschlossen." Tatsächlich fiel der Bericht überraschend positiv aus und verlieh der Börse neuen Schwung. Der Dax notierte umgehend wieder oberhalb der 8000er-Marke.

Diese Entwicklungen verleihen der Weltwirtschaft Rückenwind. Dass die Aufträge in der deutschen Industrie im Januar enttäuschend waren, ist für die Börse derzeit kein Problem. Es zeigt nur, dass die Konjunktur sich eben nur langsam nach dem schwachen Jahresausklang stabilisiert. Wahrscheinlich fällt das gesamte erste Quartal verhalten aus. Solange es keinen herben Einbruch gibt, ist das für die Börse keine Bremse, im Gegenteil.
Theoretisch könnte die Europäische Zentralbank (EZB) das sogar als Argument benutzen, um die Zinsen noch einmal zu senken. Dennoch dürfte das eher unwahrscheinlich sein. Draghi spricht ausdrücklich davon, dass die Gefahr eines Auseinanderbrechens der Eurozone deutlich kleiner geworden sei. Das passt zum Basisszenario der EZB, die im zweiten Halbjahr 2013 eine langsame Erholung in der Eurozone erwartet. Und sollte es nicht so kommen, hätte die EZB immer noch (mindestens) eine Zinssenkung in Reserve.

Man mag die neue EZB unter der angelsächsisch dominierten Politik mögen oder nicht, den Job der akuten Krisenbekämpfung macht sie gar nicht so schlecht.

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