Börse: Fed-Entscheidung beflügelt Euro- und drückt den Dax

Börse: Fed-Entscheidung beflügelt Euro- und drückt den Dax

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Der starke Euro drückt den Export.

Die Freude über die lockere Geldpolitik der US-Notenbank war nur von kurzer Dauer. Der Starke Euro verteuert die Exporte und lässt die Kurse bröckeln. Der deutsche Aktienindex Dax gibt deutlich nach.

Der deutlich steigende Euro hat am Donnerstag am deutschen Aktienmarkt die Freude über eine weiter lockere US-Geldpolitik verdrängt. Nach einem freundlichen Start rauschte der Leitindex Dax zwischenzeitlich um mehr als zwei Prozent in die Tiefe. Am Nachmittag notierte er 1,66 Prozent im Minus bei 9817,24 Punkten.

Durch einen starken Euro verschlechtern sich die Exportchancen hiesiger Unternehmen. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung mehr als 1,13 US-Dollar - einen ganzen Cent mehr als am Morgen und zwei Cent mehr als am Vortag.

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Das zog auch die anderen Indizes in die Tiefe: Der Mittelwerte-Index MDax stand zuletzt 1,04 Prozent tiefer bei 19 894,41 Zählern und der Technologiewerte-Index TecDax verlor 2,08 Prozent auf 1598,80 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,54 Prozent auf 3014,98 Punkte bergab.

Zinsentscheidung der Fed Nur kleine Zinsschritte nach oben wagen

Nach den weltweiten Erschütterungen an den Finanzmärkten will die US-Notenbank Fed die Zinszügel vorerst nur behutsam straffen.

Federal Reserve Chair Janet Yellen speaks during a news conference after the Federal Open Market Committee meeting in Washington, Wednesday, March 16, 2016. The Federal Reserve is keeping a key interest rate unchanged in light of global pressures that risk slowing the U.S. economy. As a result, Fed officials are forecasting that they will raise rates more gradually this year than they had envisioned in December. The officials now foresee two, rather than four, modest increases in the Fed's benchmark short-term rate during 2016. (AP Photo/Manuel Balce Ceneta) Quelle: AP

Im frühen Handel hatte der Dax noch an seine zuletzt rasante Erholung angeknüpft und abermals die Marke von 10 000 Punkten überwunden. Händler sprachen daher auch von Gewinnmitnahmen. Nach der ersten Freude über ein langsameres Tempo bei weiteren US-Leitzinserhöhungen hätten am Aktienmarkt zudem wohl Wachstumssorgen die Oberhand gewonnen, sagte Analyst Augustin Eden vom Broker Accendo Markets.

Im Dax gehörten angesichts der Konjunktursorgen die Banken zu den größten Verlierern. Die schon vortags gebeutelten Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank verloren jeweils rund 3 Prozent. Der starke Euro belastete wiederum die Autobauer, vor allem den Vortags-Spitzenreiter BMW: Die Aktien büßten über 3 Prozent ein.

Dax Ausblick Im Fegefeuer der Zentralbanken

Die Notenbanken werden auch in der neuen Woche den Takt vorgeben. Geldprofis befürchten aber, dass sie ihr Pulver schon verschossen hätten. Womit Anleger rechnen müssen.

Die Geldschwemme der Notenbanken beflügelt die Märkte. Wie lange noch? Quelle: Fotolia.com

Ansonsten beschäftigten zahlreiche Bilanzen die Anleger. Eines der Hauptthemen war dabei die Dividende. In Zeiten schwankender Kurse und mickriger Zinsen hatte die Ausschüttung zuletzt an Bedeutung gewonnen.

Dax-Schlusslicht waren die Lufthansa-Titel, die um über fünfeinhalb Prozent absackten. Sie litten unter einem enttäuschenden Geschäftsausblick der Fluggesellschaft.

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