Börse Frankfurt: Anleger schauen optimistischer auf Deutsche Bank

Börse Frankfurt: Anleger schauen optimistischer auf Deutsche Bank

, aktualisiert 06. Oktober 2016, 07:13 Uhr
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(FILES) This file photo taken on January 28, 2016 shows the headquarters of German bank Deutsche Bank in Frankfurt am Main, western Germany. Deutsche Bank's complaints that it has become the target of speculators has triggered debate in Germany over where responsibility lies for the troubled giant's woes. / AFP PHOTO / DANIEL ROLAND

Quelle:Handelsblatt Online

Das größte deutsche Geldhaus steht weiter im Blickpunkt der Börse. In Amerika zeichnet sich eine Einigung im Streit um eine Strafe für die Deutsche Bank ab. Der Dax profitiert und steigt vorbörslich über 10.600 Punkte.

FrankfurtDer Höhenflug der Ölpreise sowie positive Konjunkturdaten haben am Mittwoch die US-Aktienindizes angetrieben. Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss 0,62 Prozent höher auf 18 281,03 Punkten. Beim marktbreiten S&P 500 gab es Kursgewinne von 0,43 Prozent auf 2159,73 Zähler. Der von Technologiewerten dominierte Nasdaq 100 stieg um 0,38 Prozent auf 4877,75 Punkte.

Der Dax hatte zuvor einen Teil seiner Vortagsgewinne wieder eingebüßt und schloss 0,32 Prozent tiefer bei 10 585,78 Punkten. Vorbörslich steigt das Marktbarometer aber wieder über die Marke von 10.600 Punkten.

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Im Blickpunkt steht weiter die Aktie der Deutschen Bank. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf Quellen in Berlin, dass die deutsche Regierung diskret Gespräche mit US-Behörden führt, um dem größten Geldhaus im Lande zu helfen.

Es geht dabei um eine Milliardenstrafe im Zusammenhang mit faulen Krediten. Die Bank hat nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP inzwischen in Verhandlungen mit dem US-Justizministerium erreicht, dass die Strafe von den ursprünglich geforderten 14 Milliarden Dollar (rund 12,5 Milliarden Euro) auf etwa 5,4 Milliarden Dollar reduziert wird. Offiziell bekanntgegeben wurde eine Einigung bislang aber noch nicht. Die Deutsche Bank hat 5,5 Milliarden Euro für Rechtsstreitigkeiten zurückgelegt.

Die Deutsche Bank dürfte einem Zeitungsbericht zufolge bei der Bafin-Prüfung zu Geldwäsche-Vorwürfen in Russland glimpflich davonkommen. Die Untersuchungen liefen zwar noch, schrieb die „Süddeutsche Zeitung“ am Mittwoch auf ihrer Website. Es zeichne sich aber ab, dass sich die Finanzaufsicht darauf beschränken werde, dem deutschen Branchenprimus Auflagen für ein besseres Risikomanagement zu machen. Eine genaue Quelle nannte die Zeitung für ihre Informationen nicht. Sprecherinnen der Bafin und der Deutschen Bank lehnten auf Nachfrage einen Kommentar ab.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die angeschlagene Deutsche Bank eindringlich zu weiteren Reformen ihres Geschäftsmodells aufgefordert. Die Bank müsse ihre Investoren davon überzeugen, "dass ihr Geschäftsmodell zukunftstauglich ist", sagte der IWF-Finanzmarktexperte Peter Dattels am Mittwoch in Washington. Auch müsse sie überzeugend darlegen, dass sie für die aus Rechtsstreitigkeiten resultierenden Risiken ausreichend gewappnet sei.


Innogy könnte schnell in MDax aufsteigen

Thomas Deser, Fondsmanager bei Union Investment, erwartet, dass der junge Energiekonzern Innogy rasch in den M-Dax kommt. "Die Innogy-Aktie dürfte am dritten Freitag im Dezember per Schnellverfahren (fast entry) in den M-Dax aufsteigen", sagte Deser der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe).

"Ich erwarte, dass die RWE-Aktie im Dax bleibt", sagte Deser weiter. Der sich abzeichnende Erfolg der Innogy-Aktie kommt für ihn nicht überraschend: "Innogy profitiert von den Niedrigzinsen, das macht Dividenden-Titel attraktiv, vor allem wenn die Unternehmen im staatlich regulierten Geschäft unterwegs sind. Zudem hat Innogy mit Blackrock einen bekannten Großaktionär gewonnen."

Was der Tag bringt

Die Spitzen der großen Koalition wollen rund ein Jahr vor der Bundestagswahl über Lösungen für mehrere strittige Themen beraten. Kanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chef Sigmar Gabriel, der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer und die Fraktionschefs von Union und SPD kommen dazu am Donnerstag (12.00 Uhr) im Kanzleramt zusammen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist am Donnerstag die Hauptrednerin auf dem „Tag der Industrie“ (10.00 Uhr). Weitere Redner sind Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) und die jordanische Königin Rania Al Abdullah.

Mit der Bildung und Ausbildung junger Flüchtlinge befassen sich am Donnerstag (10.30 Uhr) die Kultusminister der Länder in Bremen. Dazu ist eine Erklärung der Minister und Senatoren zur Integration von Kindern und Jugendlichen in Schule und Beruf geplant.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entscheidet am Donnerstag (10.00 Uhr) über die Verwendung von Steuer-CDs durch die Finanzbehörden. Geklagt hat ein deutsches Ehepaar, dessen Wohnung durchsucht worden war.

Die Gläubiger des insolventen Agrarunternehmens KTG Agrar SE treffen sich am Donnerstag (11.00 Uhr) in Hamburg zu ihrer ersten offiziellen Versammlung im Rahmen des Insolvenzverfahrens.

Quelle:  Handelsblatt Online
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