Börse Frankfurt : Brexit oder Bremain? England hält Anleger in Atem

Börse Frankfurt : Brexit oder Bremain? England hält Anleger in Atem

, aktualisiert 23. Juni 2016, 07:25 Uhr
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An den Börsen herrscht Kauflaune.

Quelle:Handelsblatt Online

Werden die Briten für oder gegen den Verbleib in der EU stimmen? Am Abend werden die Anleger es wissen. Bis dahin heißt es warten und vorsichtig sein. Vor der Börseneröffnung notiert der Dax im Minus.

FrankfurtLange wurde diesem Tag entgegengefiebert, nun ist es soweit: Ab acht Uhr morgens (Ortszeit) dürfen die Briten darüber abstimmen, ob ihr Land in der Europäischen Union verbleibt, oder sie verlässt. Am Donnerstagmorgen sieht es so aus, als würden sich die Anleger vor der Bekanntgabe der Umfrageergebnisse am Abend lieber bedeckt halten. Vorbörslich notiert der Dax rund 0,2 Prozent tiefer bei 10.115 Punkten. Abwarten und Tee trinken lautet offenbar die Devise.

Tags zuvor gaben sich die Anleger noch zuversichtlich: Die laut Buchmacher hohe Wahrscheinlichkeit für einen Verbleib Großbritanniens in der EU hatte sie aufs Parkett gelockt. Der Dax stieg um 0,6 Prozent auf 10.071 Punkte. Allerdings gibt es auch einen Dämpfer: Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Opinium sieht ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Für den Verbleib in der Europäischen Union (EU) stimmen demnach 44 Prozent der Befragten, für einen Austritt 45 Prozent.

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Die Vorgaben sprechen dafür, dass die Parkettstimmung eher zurückhaltend bleiben dürfte. Die US-Börsen haben am Mittwoch schwach geschlossen. Der Dow-Jones-Index fiel um 0,3 Prozent auf 17.781 Punkte. Der breiter gefasste S&P gab um 0,2 Prozent auf 2085 Stellen nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,2 Prozent auf 4833 Zähler.

In Asien sind die Anleger aber vorsichtig optimistisch: Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte stieg bis zum Nachmittag um knapp 0,7 Prozent auf 16.185 Punkte. Anleger hoffen, dass die Briten für einen Verbleib in der Europäischen Union stimmen würden. Deshalb werde auch ein Anstieg an den Märkten erwartet, sagte Isao Kubo von Nissay Asset Management. Aber genau könne man erst am Freitag wissen, wie die Abstimmung ausging. Daher hielten sich auch einige Investoren zurück.

Nach der Ergebnisbekanntgabe könnte es turbulent werden. Mehrere Großbanken – darunter die UBS, die niederländische ING und die Credit Suisse – haben die Anleger vor eventuellen Kursschwankungen und Einschränkungen im Handel gewarnt. So könne es eventuell zu Liquiditätsengpässen kommen, sodass nicht alle Aufträge über die Handelsplattformen erfüllt werden könnten, so die UBS-Experten. Bei einem Votum für den EU-Austritt sagen denn auch viele Experten ein Börsenbeben und negative Folgen für die Weltwirtschaft voraus. Im Falle eines „Bremain” könnte es umgekehrt eine Erleichterungsrally geben. Sollte das Votum aber knapp ausfallen, könnte diese rasch verpuffen, warnen Experten. Schließlich haben die Aktienkurse zuletzt bereits in Erwartung eines solchen Votums zugelegt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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