Börse Frankfurt: Dax-Anleger atmen durch vor EZB-Sitzung

Börse Frankfurt: Dax-Anleger atmen durch vor EZB-Sitzung

, aktualisiert 09. März 2017, 07:17 Uhr
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Dax-Anleger geben sich vor der EZB-Sitzung am Donnerstag vorsichtig. Am Mittwoch übersprang das Börsenbarometer die 12.000-Punkte-Marke.

Quelle:Handelsblatt Online

Vor Bekanntgabe des EZB-Zinsentscheids handeln die Dax-Anleger zögerlich. Im vorbörslichen Handel notiert das Börsenbarometer im Minus. Ebenfalls auf der Anleger-Agenda: Bilanzen von Merck, Linde und Uniper.

FrankfurtWerden die steigenden Energie- und Lebensmittelpreise sich auf der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank niederschlagen? Diese Frage dürfte die Anleger am Donnerstag umtreiben. Gegen 14:30 gibt die EZB ihren Zinsentscheid bekannt. Dass die Zentralbank tatsächlich ihre Zinspolitik verändert, halten Analysten allerdings für wenig wahrscheinlich: „Die Kerninflationsrate – also die Teuerung ohne die stark gestiegenen Preise für Energie und Nahrungsmittel – stagnierte im Februar bei 0,9 Prozent“, schreibt Deutsche-Bank-Analyst Ulrich Stephan. Damit liegt die Kerninflation deutlich unter der Gesamtinflationsrate, die mit zwei Prozent genau den Zielwert der Europäischen Zentralbank markierte. „Zudem können die harten Konjunkturdaten bisher nicht mit der guten Laune der Unternehmen Schritt halten“, so Stephan weiter.

Trotzdem: Solange die Zentralbank ihre Entscheidung noch nicht verkündet hat, wollen sich die Anleger nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen. Auf der Handelsplattform IG Markets notiert der Dax vorbörslich gut 0,3 Prozent tiefer zwischen 11.945 und 1.349 Punkten. Am Mittwoch fand das deutsche Börsenbarometer keine klare Richtung. Zwar gelang stieg der Dax über die Marke von 12.000 Punkten, konnte die Gewinne aber nicht halten und schloss unverändert (mit einem Plus von 0,01 Prozent) bei 11.967 Zählern.

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Auch die Börsen im Ausland liefern zunächst keine allzu deutlichen Impulse, die den Dax in die eine oder andere Richtung schicken könnten. Die US-Börsen konnten jedenfalls keine klare Richtung finden Während die Nasdaq ein kleines Plus verbuchen konnte, ging es bei den Standardwerten bergab. Hier lastete der Rückgang der Ölpreise auf Energietiteln. Der Dow Jones schloss mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 20.855 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 büßte 0,2 Prozent auf 2363 Zähler ein. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg dagegen um 0,1 Prozent auf 5837 Zähler. Der Dax in Frankfurt legte minimal zu auf 11.967 Punkte.

Etwas optimistischer ging es an den asiatischen Märkten zu. Die Abschwächung der Landeswährung Yen führte in Japan zu leichten Kursgewinnen des Leitindex Nikkei. Wichtig für die Anleger außerdem: die chinesischen Verbraucher- und Erzeugerpreise. Die Inflation im Reich der Mitte hat sich im Februar unerwartet stark abgekühlt. Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat nur um 0,8 Prozent – der schwächste Anstieg seit Januar 2015. Experten hatten mit einer Zunahme von 1,7 Prozent gerechnet. Hoch ging es dagegen für die Erzeugerpreise: Diese schnellten im Februar um 7,8 Prozent in die Höhe und damit so stark wie seit September 2008 nicht mehr. Experten verwiesen auf die hohen Preise für Stahl und andere Rohstoffe.

Auf der Unternehmensseite erwarten die Anleger viele Bilanzen aus der ersten und zweiten Börsenreihe. Unter den Dax-Konzernen veröffentlichen Merck und Linde ihre jüngsten Zahlen. Unter den Nebenwerten lassen sich unter anderem Axel Springer, RTL, Hannover Rück und LEG Immobilien in die Zahlen schauen. Interessant düften auch die Zahlen des Kraftwerksbetreibers Uniper werden. Gegen 9:30 präsentiert die von Eon abgespaltete Firma erstmals eigene Jahreszahlen. Wegen hoher Abschreibungen wird dabei mit roten Zahlen gerechnet.

Quelle:  Handelsblatt Online
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