Börse Frankfurt: Dax-Anleger begeben sich in Lauerstellung

Börse Frankfurt: Dax-Anleger begeben sich in Lauerstellung

, aktualisiert 21. September 2016, 07:58 Uhr
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Wohin geht es mit dem Dax? Die Notenbanken werden den Weg weisen. Die Anleger warten ab.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Notenbanken haben die Anleger im Griff. Die Bank of Japan passt ihre Geldpolitik an – und sorgt für Kurssprünge an der Tokioter Börse. Bevor auch die Dax-Anleger jubeln, muss sich jedoch die Fed äußern.

Düsseldorf/FrankfurtLange haben die Anleger dem heutigen Tag entgegengefiebert. Nun ist es soweit. Gleich zwei Notenbanken geben heute ihre geldpolitischen Entscheidungen bekannt: Die Bank of Japan am Morgen und die US-Notenbank Federal Reserve am Abend. Die meisten Anleger sind zwar der Auffassung, dass die Fed keine Zinserhöhung wagen wird. Doch eine Restunsicherheit bleibt – und damit eine gewisse Spannung am heutigen Handelstag. Bei der Bank of Japan ist die Entscheidung dagegen gefallen – und zwar sehr zur Freude der Börsianer.

Der Dax notiert vorbörslich rund 0,3 Prozent im Plus bei 10.423 Punkten. Am Dienstag schloss das Börsenbarometer mit nur einem kleinen Plus von 0,2 Prozent bei 10.393 Punkten.

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Aus den USA kamen noch keine richtungsweisenden Impulse, schließlich äußert sich die Fed erst nachdem die Börsen in Deutschland bereits geschlossen haben. Wie auch hierzulande haben sich die US-Anleger in Lauerstellung begeben. Der Dow-Jones-Index stieg um 0,1 Prozent auf 18.130 Punkte. Der breiter gefasste S&P blieb unverändert mit 2140 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,1 Prozent auf 5241 Zähler. In Frankfurt ging der Dax 0,2 Prozent fester bei 10.394 Punkten aus dem Handel. „Die Investoren haben sich stärker darauf eingestellt, dass eine Entscheidung der Fed für eine Zinsanhebung auf künftige Treffen verschoben wird“, sagte Anlagestratege Paul Springmeyer von U.S. Bank.

Umso spannender macht es die Bank of Japan. Diese hat offenbar beschlossen, ihre Geldpolitik anzupassen. Auf eine Verschärfung des Strafzinses verzichtete die Notenbank jedoch. Finanzinstitute müssen auf ihre laufenden Konten bei der Zentralbank weiterhin eine Gebühr von 0,1 Prozent zahlen. Die Notenbank setzte sich ein Ziel für die langfristigen Zinsen. Der Plan der Bank besteht daraus, die Rendite für für die zehnjährigen japanischen Staatsanleihen bei den derzeitigen Null Prozent zu halten und diese nicht weiter sinken zu lassen. Am Aktienmarkt kamen die Pläne der Notenbank gut an.

Der Nikkei-Index – vor der Bekanntmachung der Entscheidung kaum über der Gewinnlinie – machte einen Sprung. Zuletzt notierte der Index gut 1,8 Prozent höher bei 16.783 Punkten. Grund dafür ist auch, dass die Zentralbank angab, massiv in die darin gelisteten Unternehmen zu investieren. „Es hat ganz klar eine Wende in der geldpolitischen Ausrichtung der Bank gegeben, das ist überraschend”, kommentiert Yasutoshi Nagai, Chefökonom der Investmentfirma Daiwa Securities. „Allerdings ist nicht klar ob die BoJ über eine mögliche Exit-Strategie nachdenkt.”

Quelle:  Handelsblatt Online
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