Börse Frankfurt: Dax bleibt auf Gewinnerkurs

Börse Frankfurt: Dax bleibt auf Gewinnerkurs

, aktualisiert 19. Oktober 2016, 07:03 Uhr
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Zum Wochenausklang braucht der Börsianer gleich mehrere Augenpaare.

Quelle:Handelsblatt Online

Der deutsche Leitindex knüpft vor dem Börsenstart nahtlos an die deutlichen Kursgewinne des Vortages an und liegt deutlich im Plus. Kann der Dax seine monatelange Schaukelphase bald beenden?

Schaukelbörse. Das ist es, was sich an den Aktienmärkten seit Monaten abspielt. Die Börsen und Einzeltitel schwanken stark, bewegen sich aber letztlich seitwärts. So war es auch am Dienstag, als die großen Indizes in Europa ihre Verluste vom Vortag kompensierten. Der Dax, der zu Wochenbeginn 0,7 Prozent verloren hatte, schloss mit einem Plus von 1,22 Prozent bei 10 632 Punkten. Seit Anfang August bewegt sich Deutschlands wichtigstes Börsenbarometer in einer Spanne von 10 093 und 10 739 Zählern.

Am heutigen Mittwoch stehen die Zeichen vor dem Start des offiziellen Handels auf weitere Kursgewinne. Der deutsche Leitindex notiert bei 10.665 Punkten und über 30 Punkte höher gegenüber dem Vortagesschluss. Grund sind die positiven Vorgaben aus Übersee, vor allem aus China. Die Wirtschaft im Reich der Mitte ist im dritten Quartal des Jahres um 6,7 Prozent gewachsen. Das Wachstum fiel damit genauso hoch aus wie in den ersten beiden Quartalen des Jahres und traf genau die Erwartungen von Analysten. Die robust ausgefallenen Zahlen deuten zwar auf eine Stabilisierung der zuletzt ins Stocken geratenen zweitgrößten Volkswirtschaft hin.

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So legte auch die Börse in Tokio am Mittwoch zu. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gewann bis zum Mittag 0,14 Prozent auf 16.987 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,04 Prozent auf 1357 Zähler. Auch der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 18.161 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,6 Prozent auf 2139 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,9 Prozent auf 5243 Punkte.

Allerdings trauen Fondsmanager trauen dem Braten aber nicht so recht und zeigen sich überwiegend pessimistisch. Das ist das Ergebnis der monatlichen Umfrage der Bank of America Merrill Lynch unter mehr als 170 Fondsmanagern. Sie haben die Bargeldquoten in ihren Portfolios auf 5,8 Prozent erhöht und damit so deutlich wie seit dem Votum der Briten gegen die Europäische Union (EU) Ende Juni nicht mehr.

"Die Cashquoten signalisieren, dass die Investoren sehr skeptisch sind", meint Michael Hartnett, Chefanlagestratege bei der Bank of America Merrill Lynch. Investoren fürchteten um den Zusammenhalt in der EU, einen Crash an den Anleihemärkten und einen möglichen US-Präsidenten Donald Trump.


Die Termine heute

Einen positiven Ausblick für die kommenden Handelswochen prophezeit das Handelsblatt-Dax-Sentiment. „Es wird die Basis für einen Aufschwung gelegt“, meint Börsenexperte Stephan Heibel, der die wöchentliche Umfrage unter mehr als 2300 Anlegern zur Börsenstimmung auswertet. Der Sentimentexperte wagt nicht zu prophezeien, ob der Dax sehr bald die wichtige Marken von 10.739 sowie 10.800 Punkte überwindet, an der er sich nun schon seit Monaten erfolglos abarbeitet. Doch aus Sicht der aktuellen Börsenstimmung könne es kaum noch zu einem Ausverkauf an den Aktienmärkten kommen.

Die Termine heute: Als letzte der großen US-Banken stellt Morgan Stanley die Geschäftszahlen für das dritte Quartal vor. Nach Schätzungen von Analysten hat Morgan Stanley derzeit zudem den besten Geschäftsmix unter den Investmentbanken. Und die US-Notenbank Fed veröffentlicht zwei Wochen vor ihrer Zinssitzung ihren Konjunkturbericht (Beige Book). Er dürfte Hinweise darauf geben, ob sie bald die Zinsen erhöht. Zuletzt hat Notenbankchefin Janet Yellen die Erwartungen auf eine baldige Erhöhung gedämpft.

Zalando veröffentlicht am heutigen Mittwoch vorläufige Zahlen für das dritte Quartal. Der MDax-Konzern ist der drittgrößte deutsche Onlinehändler nach Otto und Amazon und setzt beim Wachstum vor allem auf virtuelle Flagship-Stores zahlreicher Modemarken. Damit entwickelt sich Zalando immer mehr zum Onlinemarktplatz - und macht Ebay und Amazon stärker Konkurrenz. Vor gut einem Jahr ist Zalando mit 100 Markenshops gestartet. Inzwischen sind es schon mehr als 2 000.

Quelle:  Handelsblatt Online
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