Börse Frankfurt: Dax dürfte über der Marke von 11.600 Punkten starten

Börse Frankfurt: Dax dürfte über der Marke von 11.600 Punkten starten

, aktualisiert 19. Januar 2017, 06:42 Uhr
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Anleger schauen heute vor allem auf die Autowerte.

Quelle:Handelsblatt Online

Die US-Notenbankchefin Janet Yellen will nach behutsamen Leitzinserhöhungen in den vergangenen Jahren das Tempo verschärfen. Doch diese Ankündigung spielt interessanterweise am Markt keine Rolle.

FrankfurtGleich mehrere schwer einschätzbare Ereignisse beschäftigen Anleger und halten sie offenbar davon ab, Aktien zu kaufen. Neben der Vereidigung des neuen US-Präsidenten Donald Trump am Freitag befassen sich Investoren mit den Aussagen der britischen Regierungschefin Theresa May zum offenbar konsequenten Ausstieg der Briten aus der EU vom vergangenen Dienstag.

Der europäische Leitindex Euro Stoxx 50 bewegte sich gestern bis zum Handelsschluss um leichte 0,2 Prozent ins Plus auf 3 294 Punkte. Der deutsche Leitindex Dax legte etwas deutlicher um 0,5 Prozent auf 11 599 Zähler zu. Vorbörslich notiert der deutsche Leitindex mit 11.610 Punkten knapp über dem Vortagesschluss.

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Eine mit Spannung erwartete Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen spielte am Markt kaum eine Rolle. Nach behutsamen Leitzinserhöhungen in den vergangenen Jahren will Yellen das Tempo verschärfen. Es sei sinnvoll, die Zinsen schrittweise anzuheben, sagte die Währungshüterin. Die Notenbank Fed sei ihren Zielen - Vollbeschäftigung und stabile Preise - nahe. Die Zentralbank hatte im Dezember den Leitzins um einen Viertelprozentpunkt auf 0,5 bis 0,75 Prozent angehoben und drei Schritte nach oben für 2017 in Aussicht gestellt. Yellen sagte dazu, sie habe im vorigen Monat „mehrere Zinserhöhungen pro Jahr bis ins Jahr 2019 hinein ins Auge gefasst.

„Es herrscht eine große Verunsicherung am Markt, was die Umsetzung von Trumps politischen Plänen betrifft, sagte Analyst Quincy Krosby vom Broker Prudential Financial. „Aber der Markt scheint dem künftigen Präsidenten auch einen Vertrauensvorschuss einzuräumen.“

Die Vorgaben aus Übersee: Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 19.804 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg dagegen 0,2 Prozent auf 2271 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 5555 Punkte. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte am Mittag 0,7 Prozent fester bei 19.019 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,6 Prozent zu auf 1522 Zähler.

Die Termine heute: Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) kommt in Frankfurt zu seiner ersten geldpolitischen Sitzung des neuen Jahres zusammen. Die zuletzt deutlich gestiegene Inflation dürfte den Befürwortern einer baldigen Straffung der Geldpolitik zusätzliche Argumente liefern. Entscheidungen werden jedoch nicht erwartet.

Und der weltgrößte IT-Dienstleister IBM legt nach Börsenschluss seine Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal vor. Analysten rechnen aufgrund des Konzernumbaus mit sinkenden Umsätzen. Firmenchefin Ginni Rometty reagiert mit dem Kurswechsel auf den Wandel in der Branche, in der das Hardwaregeschäft zunehmend an Bedeutung verliert.

Quelle:  Handelsblatt Online
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