Börse Frankfurt: Dax im Wartestand

Börse Frankfurt: Dax im Wartestand

, aktualisiert 14. Juli 2016, 08:14 Uhr
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Die US-Notenbank dürfte nach Erwartung der meisten Beobachter die Leitzinsen unverändert lassen.

Quelle:Handelsblatt Online

Bevor am Donnerstagmittag die britische Notenbank ihren Zinsentscheid verkündet, dürfte an der Frankfurter Börse gespannte Ruhe herrschen. Am Nachmittag legt mit JP Morgan die erste der US-Banken ihre Quartalszahlen vor.

Frankfurt/DüsseldorfDeutsche Anleger schauen am Donnerstag nach London. Dort kommt am Vormittag die britische Notenbank zu ihrer ersten Sitzung seit dem Votum über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union zusammen.

Erwartet wird, dass Mark Carney, Chef der Bank of England (BoE), am Mittag eine Senkung des Leitzinses verkünden wird. Es wäre die erste seit der Weltwirtschaftskrise im März 2009. Aktuell steht der Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld bei 0,5 Prozent. Er könnte nach Einschätzung von Experten auf 0,25 Prozent gekappt werden. Carney hatte bereits signalisiert, die geldpolitischen Zügel lockern zu wollen. Zeitlich hat er sich aber nur grob auf „im Laufe des Sommers“ festgelegt.

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Wie bereits am Vortag dürften sich Dax-Anleger auch am Donnerstag daher zunächst abwartend zeigen. Auf außerbörslichen Plattformen zeigte sich der deutsche Aktienindex im frühen Handel unverändert.

Am Mittwoch hatte der Dax leicht im Minus bei 9.930 Punkten geschlossen. Der Euro Stoxx 50 notierte praktisch unverändert. „Gewinnmitnahmen waren nach dem Lauf in den letzten Tagen durchaus angebracht“, sagte ein Händler. Der Dax hat seit dem überraschend guten Arbeitsmarktbericht aus den USA Ende vorige Woche bis auf etwa drei Prozent die Verluste seit dem Brexit-Votum wettgemacht.

Spekulationen um einen Verkauf des Agrargeschäfts an Monsanto haben BASF am Donnerstag vorbörslich angeschoben. Die Aktien des Ludwigshafener Chemieriesen stiegen im Geschäft von Lang & Schwarz um 1,1 Prozent und waren damit Spitzenreiter im Dax. Monsanto prüft offenbar eine Offerte für das BASF-Agrargeschäft. Der US-Konzern selbst steht vor einer Übernahme durch Bayer. „Dieser Deal ist eindeutig als Giftpille für Bayer gedacht“, sagte ein Aktienhändler. Damit wolle sich Monsanto als Kaufobjekt unattraktiver machen.

Für BASF berge der Verkauf des Agrargeschäfts Risiken, wenn die Ludwigshafener wie geplant mit neuen Monsanto-Aktien bezahlt würden, hieß es. Schließlich seien diese derzeit recht teuer. Bayer notierten vorbörslich 0,4 Prozent fester. Bayer bietet insgesamt 62 Milliarden Dollar für Monsanto. Kritikern ist dieser Preis zu hoch. Außerdem befürchten sie, dass der schlechte Ruf des Entwicklers des umstrittenen Pflanzenschutzmittels Glyphosat auf Bayer abfärbt.

Die wichtigsten Unternehmenszahlen kommen am Donnerstag aus dem Ausland. In den USA legt die Großbank JP Morgan Zahlen zum Geschäftsverlauf im zweiten Quartal vor – und gibt damit den Startschuss für eine Reihe von Banken-Quartalsberichten. Bereits am Freitag folgen die Konkurrenten Wells Fargo und Citigroup. Analysten prognostizierten um bis zu zehn Prozent sinkende Einnahmen. In den vergangenen beiden Wochen waren die Kurse von US-Bankaktien um elf Prozent gestiegen.

Mit der schwedischen SEB legt auch eine europäische Bank am Donnerstag Zahlen zum Geschäftsverlauf im zweiten Quartal des Jahres vor. In Deutschland veröffentlich Autozulieferer Hella sein vorläufiges Jahresergebnis, die Aktie notiert im Nebenwerteindex MDax.

Auch an den Börsen in Asien und den USA blieben Investoren verhalten. In Tokio kam die Rally der vergangenen Tage zum Stillstand, der Nikkei-Index stieg am Donnerstag um gerade 0,8 Prozent auf 16.360 Punkte. Der Shanghai Composite gab 0,3 Prozent auf 3.052 Zähler nach.

Auch an der Wall Street hatten sich die US-Indizes am Mittwoch kaum bewegt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent höher bei 18.372 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 2.152 Punkten auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab dagegen 0,3 Prozent auf 5.006 Punkte nach.

Geldpolitische Impulse sind in den USA weiterhin wenig wahrscheinlich. Trotz eines anziehenden Wachstums bleibt der Preisdruck in den USA nach Einschätzung der Notenbank Fed gering. Es gebe kaum Anzeichen dafür, dass die Inflation bald zulegen könnte, teilte die Fed in ihrem am Mittwochabend veröffentlichten Konjunkturbericht „Beige Book“ mit. Experten rechnen vor diesem Hintergrund nicht mehr mit einer baldigen Zinserhöhung . Seit Dezember 2015 steht der Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken bei 0,25 bis 0,5 Prozent.

Quelle:  Handelsblatt Online
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