Börse Frankfurt: Dax in Lauerstellung

Börse Frankfurt: Dax in Lauerstellung

, aktualisiert 26. Juni 2017, 08:36 Uhr
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Die Börsianer schauen erst mal.

Quelle:Handelsblatt Online

Wie sehen Deutschlands Chef-Etagen die aktuelle Lage? Der Rekordwert des letztens Monats wird wohl nicht getoppt. Das Parkett blickt auch nach Italien, die Bankenkrise geht in die nächste Runde. Anleger warten ab.

FrankfurtZum Wochenauftakt wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge wenig verändert starten. Am Freitag hatte er wegen der unklaren Ursachen und Folgen des jüngsten Ölpreis-Verfalls 0,5 Prozent auf 12.733,41 Punkte verloren. Im vorbörslichen Handel wird der Deutsche Aktienindex mit 12.753 Zählern etwas fester erwartet. Hauptaugenmerk der Investoren ist der Ifo-Index. Nachdem die Stimmung in den deutschen Chef-Etagen im Mai auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung geklettert war, rechnen Experten mit einem Rückgang auf 114,4 Punkte von 114,6 Zählern. Großes Thema ist auch die italienische Bankenkrise.

In den USA werden zudem die Auftragseingänge für langlebige Güter veröffentlicht. An der Wall Street hatten sich die US-Indizes nach Börsenschluss in Deutschland kaum bewegt. Der Dow Jones beendete die Sitzung fast unverändert, während der Nasdaq 0,5 Prozent gewann. Der S&P500 stieg um 0,2 Prozent.

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In Tokio zog der Nikkei-Index am Montag um 0,1 Prozent auf 20.159 Zähler an. Der chinesische Shanghai Composite stieg um 0,7 Prozent auf 3180 Punkte.

Aus der Welt der Geldpolitik gab es am Wochenende Neuigkeiten. Der ultraexpansive Kurs der EZB kommt aus Sicht von Bundesbank-Präsident Weidmann dank günstiger Wirtschaftsdaten allmählich an ihr Ende. Im EZB-Rat sei über eine Verlängerung des zum Jahresende auslaufenden Anleihen-Kaufprogramms bislang nicht diskutiert worden, sagte Weidmann der „Welt am Sonntag“. „Setzen sich die solide Konjunkturentwicklung und die Preisentwicklung wie erwartet fort, ist es aus meiner Sicht aber Zeit, den Ausstieg aus der sehr lockeren Geldpolitik in den Blick zu nehmen.“

In den vereinigten Staaten hingegen mehren sich die Stimmen, die vor einer allzu zügigen Straffung der Zügel warnen. Der US-Notenbanker Bullard hat angesichts zuletzt schwacher US-Preissteigerungsraten zu Vorsicht bei den Zinsanhebungen gemahnt. „Die jüngsten Inflationsdaten haben negativ überrascht und die Idee infrage gestellt, dass die US-Preissteigerung verlässlich auf den Zielwert zustrebt“, sagte Bullard. „Die Fed kann daher abwarten und beobachten, wie sich die Wirtschaft entwickelt, bevor sie weitere Anpassungen vornimmt.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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