Börse Frankfurt: Dax kämpft um die Marke von 12.300 Punkten

Börse Frankfurt: Dax kämpft um die Marke von 12.300 Punkten

, aktualisiert 05. April 2017, 07:21 Uhr
Bild vergrößern

Was ergibt die Zahlenflut?

Quelle:Handelsblatt Online

Nach zwei eher schwachen Handelstagen dürfte der deutsche Leitindex wieder mit einem Pluszeichen in den Handel starten. Doch der entscheidende Börsentermin ist erst am morgigen Donnerstag.

FrankfurtDer Dax hat am gestrigen Dienstag wieder leicht zugelegt, aber noch keinen Rekord aufgestellt. „Zwar lockt das Allzeithoch bei knapp 12 400 Dax-Punkten, andererseits laden die entsprechend ambitionierten Kurshöhen auch zu Gewinnmitnahmen ein“, kommentierte Börsenexperte Gregor Kuhn vom Broker IG.
Der deutsche Leitindex schloss gestern mit plus 0,2 Prozent bei 12 282 Punkten. Vorbörsliche Indikatoren signalisieren zum heutigen Handelsstart leichte Kursgewinne. Gegen sieben Uhr notiert die die Frankfurter Benchmark bei 12.290 Zählern.

An der Wall Street dominierte gestern die Vorsicht angesichts der ungewissen Aussichten für die wirtschaftspolitischen Pläne von Präsident Donald Trump. Vor Trumps Zusammenkunft mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping am Donnerstag und Freitag dürften die Anleger kaum größere Risiken eingehen, erläuterte Volkswirt Peter Cardillo vom Investmenthaus First Standard Financial.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent im Plus bei 20.689 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 2360 Zählern auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 0,1 Prozent auf 5898 Punkte.

Anzeige

In Tokio tendierte der Nikkei-Index am frühen Nachmittag 0,3 Prozent im Plus bei 18861 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index notierte unverändert auf 1505 Zählern. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte ebenfalls 0,3 Prozent zu.

Mit Spannung warten Börsianer insbesondere darauf, welche Signale von den beiden Präsidenten in der umstrittenen Handelspolitik kommen werden. „Trump hat in der vergangenen Woche schon angekündigt, dass das Treffen schwierig werden wird“, sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. Der US-Präsident wirft China vor, die eigene Währung künstlich niedrig zu halten, um die heimische Exportwirtschaft zu stärken. „Ob sich Trump beim Treffen diplomatischer zeigen wird, ist ungewiss“, sagte Cutkovic.

Im Fokus des heutigen Handels an der Frankfurter Börse dürften Finanzwerte stehen. Die Allianz steht Insidern zufolge vor dem Einstieg in die Betreibergesellschaft der italienischen Autobahnen. Die Infrastruktur-Tochter Allianz Capital Partners (ACP) führt ein Konsortium mit einem weiteren europäischen Investor an, das fünf Prozent an Autostrade per l'Italia erwerben will, wie zwei mit den Plänen vertraute Personen sagten. ACP, die etwa zwei Drittel an dem Konsortium hält, werde rund eine halbe Milliarde Euro in die Autostrade investieren, zu der mehr als 3000 Kilometer Maut-Schnellstraßen in Italien gehören. Und die die Allianz-Tochter Pimco kann wieder den größten aktiv verwalteten Anleihefonds der Welt ihr Eigen nennen.

Bei der acht Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung der Deutschen Bank zeichnet sich kurz vor dem Ende der Zeichnungsfrist eine ausreichende Nachfrage ab. Und bei der Commerzbank haben die Verhandlungen über den Stellenabbau mit dem Betriebsrat begonnen. In Deutschland sollten rund 7800 Jobs wegfallen. Die Commerzbank hatte im Herbst angekündigt, brutto 9600 Stellen abzubauen.

Händler schauen auch auf den Ölpreis: Der stieg wegen Anzeichen, dass das Überangebot im Markt abgebaut wird, auf 54,28 Dollar je Barrel der Ölsorte Brent. „Wir haben seit Januar einen deutlichen Rückgang des globalen Öl-Angebots erlebt“, sagte Fabio Kuhn, Chef des Datenanalysierers Vortexa. „Diese Veränderungen sind ein Signal, dass das Ausbalancieren schneller passiert, als einige im Markt erwartet hätten.“ Hinzu kam der ungeplante Förderstopp des britischen Buzzard-Ölfelds in der Nordsee wegen Reparaturarbeiten.

Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%