Börse Frankfurt : Dax pendelt unter dem Rekordhoch

Börse Frankfurt : Dax pendelt unter dem Rekordhoch

, aktualisiert 16. Mai 2017, 07:31 Uhr
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Frankfurt gilt als der wichtigste Börsenplatz Deutschlands.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Dax legt eine Verschnaufpause ein. Die am Montag erreichten Rekordstände bleiben jedoch in Reichweite. Börsianer schauen heute vor allem auf dien Entwicklung beim Autohersteller Ford.

FrankfurtSteigende Ölpreise haben den US-Börsen zum Wochenauftakt leichten Auftrieb gegeben. Die Verständigung der Ölgiganten Saudi-Arabien und Russland auf eine Verlängerung der Förderbremse half dem Ölpreis auf die Sprünge.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher auf 20.982 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 2402 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,5 Prozent auf 6149 Punkte.

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Der Dax hatte am Montag einen glanzvollen Wochenauftakt hingelegt und erstmals über der Marke von 12 800 Punkten geschlossen. Beim Stand von 12 807,04 Punkten und einem Plus von 0,29 Prozent ging der Leitindex in den Feierabend, nachdem er im frühen Handel sogar bis auf ein neues Rekordhoch mit 12 832,29 Zählern geklettert war.

Am Dienstag konnte das deutsche Marktbarometer seine Gewinne zunächst nicht halten und fiel zeitweise leicht unter die Marke von 12.800 Punkten. Die Rekordmarken bleiben damit jedoch in Reichweite. Die Anleger achten heute vor allem auf den Autohersteller Ford.

Der zweitgrößte US-Autobauer plant laut einem Zeitungsbericht massiven Personalabbau. Um die Profitabilität zu erhöhen und die Aktionäre zufriedenzustellen, solle die weltweite Mitarbeiterzahl um rund zehn Prozent schrumpfen, schrieb das „Wall Street Journal“ am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf eingeweihte Kreise in seiner Online-Ausgabe. Mit der Verkündung dieser Entscheidung sei noch diese Woche zu rechnen.

Ein Unternehmenssprecher bezeichnete den Bericht auf Nachfrage zwar als „Spekulation“, die man nicht kommentieren wolle. Er bestätigte allerdings, dass der Konzern auf Kostensenkungen setze, um die Gewinnspannen zu erhöhen. Teil dieser Arbeit sei es, Ford so „schlank und effizient“ wie möglich zu machen. Es seien aber noch keine neuen Personalmaßnahmen in diesem Zusammenhang angekündigt worden.


Was der Tag bringt

US-Präsident Trump hat Regierungskreisen zufolge bei seinem jüngsten Treffen mit dem russischen Außenminister Lawrow geheime Informationen zur Extremistenmiliz IS preisgegeben. Es handele sich dabei um Kenntnisse, die ein Verbündeter im Kampf gegen den IS zur Verfügung gestellt habe, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute US-Regierungsvertreter. Von dem Fall hatte zunächst die Zeitung "Washington Post" berichtet. Das US-Präsidialamt wies den Bericht als falsch zurück.

Experten gehen Hinweisen nach, dass Nordkorea in den WannaCry-Cyberangriff verwickelt sein könnte. Der Europäische Gerichtshof legt am Dienstag (9.30 Uhr) eine wegweisende Entscheidung zu Freihandelsabkommen der EU vor.

Die Richter werden klären, ob die Parlamente der EU-Staaten am Abschluss der Verträge beteiligt werden müssen. Die EU-Kommission ist der Auffassung, dass nach EU-Recht lediglich eine Mitwirkung des Europaparlaments und der Regierungen der Mitgliedstaaten vorgesehen ist.

Viele Unternehmen befürchten einer Studie zufolge wegen des britischen EU-Austritts Nachteile für die deutsche Wirtschaft. Ein Großteil der Unternehmen stelle sich auf sinkende Investitionen deutscher Firmen in Großbritannien ein, aber auch in Deutschland könnte als indirekte Folge weniger investiert werden, ergab die am Dienstag in München veröffentlichte Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte.

Auch ein nachlassender beidseitiger Handel sowie Wechselkurs-Schwankungen werden von vielen der befragten Unternehmen als Risiken gesehen. Gut ein Fünftel geht zudem davon aus, dass sich das Verbrauchervertrauen in Deutschland durch den Brexit eintrüben wird.

Quelle:  Handelsblatt Online
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