Börse Frankfurt: Dax vor Jahreshoch

Börse Frankfurt: Dax vor Jahreshoch

, aktualisiert 07. Dezember 2016, 07:29 Uhr
Bild vergrößern

Auch der deutsche Aktienmarkt ist auf Rekordkurs.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Schwung von den US-Märkten und aus Asien wegen guter Konjunkturdaten könnte den Dax am Mittwoch auf seinem Jahreshoch eröffnen lassen. Vorbörslich liegt der deutsche Leitindex schon leicht darüber.

Düsseldorf/FrankfurtDer deutsche Leitindex könnte am Mittwoch auf seinem Jahreshoch in den Handel starten. Kräftige Kursgewinne der europäischen Finanzwerte hatten die heimischen Börsen bereits am Dienstag angeschoben und den Dax mit 10.775 Punkten so hoch wie noch nie in diesem Jahr aus dem Handel gehen lassen. Anleger hofften trotz des gescheiterten Verfassungsreferendums in Italien auf eine erfolgreiche Sanierung der angeschlagenen Banken des Landes.

Das bisherige Jahreshoch des Dax im Handelsverlauf liegt bei 10.827 Punkten, das der Index am 25. Oktober erreichte. Vorbörslich wird er beim Broker IG Markets bereits über 10.830 Punkten gehandelt. Schwung kommt vor allem aus Asien und die USA. Die Märkte dort erfreute neben guten US-Konjunkturdaten die Ankündigung des japanischen Internet- und Mobilfunkkonzerns Softbank, 50 Milliarden Dollar in den USA zu investieren, die Anleger.

Anzeige

Der Leitindex Nikkei stieg bis zum Mittag um 0,4 Prozent auf 18.433 Punkte. Der breiter gefasste Topix gewann ebenfalls 0,4 Prozent auf 1483 Zähler. Es sei aber nur schwer vorstellbar, dass die nach der US-Präsidentenwahl begonnene Rally noch lange anhalte, sagten Händler. Gewinnmitnahmen könnten jederzeit einsetzen.

Die Softbank-Aktien verteuerten sich um 3,6 Prozent. Die Investitionsankündigung schürte auch Spekulationen, dass der Konzern einen neuen Anlauf starten könnte, um seine US-Mobilfunksparte Sprint mit der Telekom-Tochter T-Mobile US zu fusionieren.

Auch an der anderen Märkten in Fernost überwog der Optimismus. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans lag 0,3 Prozent im Plus. Auch in Hongkong, an der südkoreanischen Börse in Seoul und am chinesischen Markt in Shanghai ging es leicht nach oben. Dafür sorgte auch die Erwartung, dass die Furcht vor einer neuen Euro-Krise nach dem Nein beim Italien-Referendum die EZB bei ihrer Sitzung am Donnerstag zum Handeln bewegen dürfte. Eine Verlängerung des umfangreichen Anleihe-Kaufprogramms über den März 2017 hinaus wurde als wahrscheinlich angesehen.


US-Börsen weiter auf Rekordkurs

Die US-Börsen waren am Dienstag kurz vor Handelsschluss aus ihrer Lethargie erwacht und hatten überraschend zugelegt. Der breite S&P 500 schloss dicht unter seinem Ende November erreichten Rekordhoch. Auftrieb kam erst in den letzten 30 Minuten. Zuvor hatten sich die Indizes allesamt kaum vom Fleck bewegt. Die Anleger richteten die Blicke bereits auf die Sitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag, hieß es.

Der Wall-Street-Leitindex Dow Jones beendete den Tag mit einem Plus von 0,18 Prozent bei 19.251 Punkten. Zum Wochenauftakt noch war er bis auf 19.274 Punkte gestiegen und hatte ein neues Rekordhoch markiert. Der S&P 500 legte um 0,34 Prozent auf 2212 Punkte zu, womit ihm bis zu seinem historischen Hoch nun nicht einmal mehr 2 volle Punkte fehlen. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 rückte um 0,22 Prozent auf 4788,67 Punkte vor.

Die Marktteilnehmer rechneten mit weiterer geldpolitischer Unterstützung durch die EZB, um die Wirtschaft in der Eurozone anzukurbeln, hieß es. Dabei wurde zusätzlich nochmal auf das am Sonntag gescheiterte Verfassungsreferendum in Italien und den erwarteten Rücktritt von Ministerpräsident Matteo Renzi verwiesen.

Zudem rückt in den USA eine Zinsanhebung wohl immer näher. Die Konjunkturdaten an diesem Tag fielen überwiegend stark aus und untermauerten diese Erwartung: Die US-Industrie hatte im Oktober deutlich mehr Aufträge erhalten als in den Monaten zuvor und die Erwartungen von Bankvolkswirten leicht übertroffen. Vor Handelsstart war bereits ein deutlicher Anstieg der Produktivität im dritten Quartal veröffentlicht worden. Das Defizit in der US-Handelsbilanz fiel indes im Oktober etwas größer als erwartet aus. Die US-Notenbank Fed wird am kommenden Mittwoch über den Leitzins entscheiden.

Quelle:  Handelsblatt Online
Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet
Immobilien-Wertefinder

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%