Börse Frankfurt: Dax vor Verschnaufpause

Börse Frankfurt: Dax vor Verschnaufpause

, aktualisiert 09. Dezember 2016, 07:28 Uhr
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Angeführt von den Finanzwerten haben die europäischen Aktienmärkte ihre Weihnachtsrally am Dienstag fortgesetzt.

Quelle:Handelsblatt Online

Nach zwei Rekordtagen dürfte es der Dax am Freitag etwas ruhiger angehen lassen. Vorbörslich wird der deutsche Leitindex nur leicht über seinem Schlussstand von Donnerstag gehandelt. Anleger schauen auf die Bundesbank.

Düsseldorf/FrankfurtNach seiner Rekordjagd in den vergangenen Tagen dürfte der Dax zum Wochenausklang etwas durchatmen. Vorbörslich wird der deutsche Leitindex nur leicht über seinem Schlussstand vom Vortag auf 11.185 Punkten gehandelt. Am Donnerstag war er mit 11.179 Punkten aus dem Handel gegangen.

Anleger schauen am Freitag auch auf die Bundesbank. Zweimal im Jahr veröffentlichten die Währungshüter ihre Prognose zur Entwicklung der heimischen Wirtschaft. Im Juni fiel das Urteil nur verhalten positiv aus: Eine lebhafte Binnennachfrage – gestützt auf die günstige Arbeitsmarktlage – galt zwar nach wie als tragende Säule der Konjunktur. Dennoch korrigierten die Bundesbank-Volkswirte ihre Wachstumsprognose nach unten.

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Für 2016 erwarteten sie eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,7 Prozent; für das Jahr 2017 prognostizierten sie einen Zuwachs von 1,4 Prozent. Das waren 0,1 beziehungsweise 0,3 Prozentpunkte weniger als sechs Monate zuvor.

Die US-Börsen setzten am Donnerstag ihre Rekordjagd fort. Positiv wurden neue Daten zum US-Arbeitsmarkt aufgenommen. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen in der vergangenen Woche um 10.000 auf 258.000. Eine Woche zuvor hatten sie noch den höchsten Stand seit fünf Monaten erreicht. Zudem liegen die Daten bereits 92 Wochen in Folge unter der Marke von 300.000. Das ist die längste Zeitspanne seit den 1970er Jahren.

Investoren lenkten ihr Augenmerk nun auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed in der kommenden Woche, hieß es am Markt. Eine Zinserhöhung scheint vielen als ausgemachte Sache. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent höher auf 19.614 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,2 Prozent auf 2246 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 0,4 Prozent auf 5417 Stellen. Alle Marktbarometer markierten neue Höchststände.

Die Börse in Tokio legte am Freitag zu. Die Aussicht auf Konjunkturprogramme des künftigen US-Präsidenten Donald Trump verhalf vor allem Exportwerten zu Gewinnen. Der schwächere Yen lieferte zusätzliche Unterstützung. Der Leitindex Nikkei stieg bis zum frühen Nachmittag um 1,1 Prozent auf 18.974 Punkte und damit den höchsten Stand seit einem Jahr. Der breiter gefasste Topix legte 0,7 Prozent auf 1523 Zähler zu. Mit einem Plus von rund drei Prozent zählte der Elektronikkonzern Sony zu den größten Gewinnern.

Die anderen Börsen in Fernost präsentierten sich uneinheitlich. Händler sprachen von einer Verschnaufpause angesichts der jüngsten Rally. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans lag 0,3 Prozent tiefer. Auch an den Märkten in Hongkong und im südkoreanischen Seoul ging es leicht bergab. Die chinesische Leitbörse in Shanghai legte dagegen 0,7 Prozent zu.

Europas Aktienanleger waren am Donnerstag noch dank weiterhin großzügiger Geldgeschenke der Europäischen Zentralbank (EZB) in Feierlaune geblieben. Der Dax kletterte am Donnerstag um 1,8 Prozent und schloss mit 11.179 Punkten so hoch wie seit einem Jahr nicht mehr. Der EuroStoxx50 legte knapp anderthalb Prozent auf 3186 Punkte zu.

Die Notenbanker um Ratspräsident Mario Draghi verlängerten ihr bislang auf 1,74 Billionen Euro angelegtes Anleihen-Kaufprogramm zur Stützung der Konjunktur um neun Monate bis mindestens Ende Dezember 2017. Das ist länger als die meisten Volkswirte erwartet hatten. Das monatliche Volumen von derzeit 80 Milliarden Euro sinkt allerdings ab April 2017 auf 60 Milliarden Euro. Insgesamt werden damit weitere 540 Milliarden Euro in den Markt gepumpt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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