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Börse Frankfurt: Der Dax peilt 6.500 Punkte an

Quelle: Handelsblatt Online

Vorbörslich richten sich die Investoren auf Kurssteigerungen am deutschen Aktienmarkt ein. Die Vorgaben aus Amerika und Asien sind mager. Doch das schütteln die Akteure zunächst ab.

Der Dax am Donnerstag Quelle: Reuters
Der Dax am Donnerstag Quelle: Reuters

Der Dax könnte freundlich eröffnen. Vorbörslich liegt das Marktbarometer um rund 50 Punkte über dem Vortagsschluss und hat damit die Marke von 6.500 Punkten wieder im Blick Am Donnerstag hatte der Dax 0,5 Prozent auf 6419 Punkte nachgegeben.

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Sorgen über ein Abflauen der weltweiten Konjunkturentwicklung haben die Wall Street am Donnerstag ins Minus gedrückt. Zum Start der Bilanzsaison hielten sich auf dem Parkett Befürchtungen, die flaue Konjunktur könnte sich auf die Gewinne der Konzerne durchschlagen. Enttäuscht reagierten Anleger auf die Zurückhaltung der US-Notenbank Fed bei der Stützung der Wirtschaft. Dem Protokoll der letzten Sitzung des Offenmarktausschusses zufolge plädieren viele Fed-Mitglieder dafür, auf weitere Anleihe-Käufe nur im Falle einer weiteren wirtschaftlichen Eintrübung zurückzugreifen. Positiv aufgenommen wurden dagegen Nachrichten vom gebeutelten Arbeitsmarkt: In der vergangenen Woche stellten so wenig Amerikaner einen neuen Antrag auf Arbeitslosenhilfe wie seit März 2008 nicht mehr.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsende mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 12.573 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss bei 1334 Punkten, ein Abschlag von 0,5 Prozent. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,8 Prozent und ging mit 2866 Punkten aus dem Handel.

Aus den USA kommen heute Produzentenpreise im Juni und das Verbrauchervertrauen im Juli. Im Fokus stehen die Zahlen der US-Banken JP Morgan und Wells Fargo.

Spanien greift seinen strauchelnden Regionen unter die Arme. Die Regierung in Madrid habe das Defizitziel für das kommende Jahr gelockert, sagte ein Vertreter einer Regionalregierung am Donnerstag. Für das laufende Jahr sei die Vorgabe aber nicht angetastet, für 2014 dagegen verschärft worden. Beim Kabinettstreffen am Freitag will die Regierung mit den weitgehend autonomen Regionen die Einrichtung eines Krisenfonds beraten. Der Staat solle für den Mechanismus garantieren, mit dem Regionen geholfen werden solle, die in Gefahr seien, ihre Schulden nicht mehr bezahlen könnten, sagte Finanzminister Cristobal Montoro.

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt hat sich für einen raschen Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone ausgesprochen und zugleich für einen Fahrplan zur Rückkehr des Landes plädiert. "Von Tag zu Tag wird deutlicher, dass Griechenland nur dann eine Chance hat, wenn es den Euro verlässt", sagte Dobrindt der "Rheinischen Post". Die Politik solle Athen ein klares Angebot aus drei Elementen machen, sagte Dobrindt. "Erstens: Griechenland verlässt den Euro, bleibt aber in der EU. Zweitens: ein EU-Marschallplan als Wiederaufbauprogramm für die griechische Wirtschaft. Drittens: Rückkehroption in den Euro, wenn Griechenland saniert ist."

Volkswagen hat seinen Absatz in China im ersten Halbjahr kräftig gesteigert. Im Berichtszeitraum verkaufte Europas größter Autobauer nach eigenen Angaben vom Freitag in China und Hongkong 1,3 Millionen Fahrzeuge. Das sind 17,5 Prozent mehr Autos als im gleichen Vorjahreszeitraum. Von der Marke VW schlug der Autokonzern 15,2 Prozent mehr Pkw los. Für VW ist das Reich der Mitte längst die größte Absatzregion. Nirgendwo sonst verkaufen die Wolfsburger so viele Fahrzeuge wie in dem Riesenland: Rund 2,3 Millionen waren es 2011. Und nirgendwo sonst auf der Welt haben sie so viele Produktionsstandorte.

Der Verkauf des Autoherstellers Opel ist einem Medienbericht zufolge seit Jahresbeginn massiv zurückgegangen. Wie die "Bild-Zeitung" unter Berufung auf Firmenkreise berichtet, sank der Absatz im ersten Halbjahr 2012 um rund acht Prozent. Ein Grund sei die Krise in Südeuropa, die zu deutlichen Verkaufseinbußen geführt habe. Das Management der Opel-Muttergesellschaft General Motors (GM) habe auch angesichts dieser Zahlen nicht mehr daran geglaubt, mit Karl-Friedrich Stracke an der Opel-Spitze die Wende zu schaffen, zitierte die Zeitung mit den Vorgängen vertraute Personen.


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