Börse Frankfurt: Der Dax steigt weiter

Börse Frankfurt: Der Dax steigt weiter

, aktualisiert 14. Juli 2017, 07:30 Uhr
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Die Stadt am Main gilt als wichtigster deutscher Finanzplatz.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Äußerungen der US-Notenbankchefin Yellen stützen weiter die Kurse. Der Dax liegt weiter deutlich über der Marke von 12.600 Punkten. Anleger schauen auf die Aktien von Daimler, Metro und Bayer.

FrankfurtDie Äußerungen von US-Notenbank-Chefin Janet Yellen stützen weiter die Kurse. Yellen hatte im Kongress angedeutet, angesichts solider Konjunktur den Kurs behutsamer Zinserhöhungen fortzusetzen. Ihre Rede habe nach einer lockeren Geldpolitik geklungen, sagte Analyst Naeem Aslam vom Broker Think Markets UK.

Sie habe keine Hinweise auf aggressive Zinserhöhungen oder einen festen Plan zum Abbau der im Zuge der Finanzkrise aufgeblähten Notenbank-Bilanz enthalten. Vor dem Start in die heiße Phase der Quartals-Bilanzen mit ersten Zahlen von US-Großbanken am Freitag gönnten sich die viele Anleger aber eine kleine Verschnaufpause.

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Der Dax hatte am Donnerstag stabil mit plus 0,12 Prozent bei 12.641,33 Punkten geschlossen. Am Freitagmorgen notierte das Marktbarometer leicht über diesem Niveau rund um 12.655 Punkte.

Was der Tag bringt

Mit US-Präsident Donald Trump als Ehrengast begeht Frankreich am Freitag seinen Nationalfeiertag. Die Feiern werden begleitet vom Gedenken an den Anschlag von Nizza vor genau einem Jahr. Trump schaut am Vormittag bei der traditionellen Militärparade auf der Pariser Prachtstraße Champs-Élysées zu. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hatte ihn anlässlich des Eintritts der USA in den Ersten Weltkrieg vor 100 Jahren eingeladen, auch 200 US-Militärs sind deshalb bei der Parade dabei.

Knapp sieben Monate nach dem islamistisch motivierten Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt nimmt ein Untersuchungsausschuss des Abgeordnetenhauses seine Arbeit auf. Die erste Sitzung beginnt am Freitagvormittag (10.00 Uhr). Der Ausschussvorsitzende Burkard Dregger (CDU) hatte umfangreiche Aufklärung etwaiger Fehler angekündigt. Der Untersuchungsausschuss hat zwölf Mitglieder: drei von der SPD, je zwei von CDU, Linken, Grünen und AfD sowie einen von der FDP.

Auf seiner einwöchigen Sommerreise durch Deutschland besucht SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz am Freitag (10.00 Uhr) das Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder. Bürgermeister und SPD-Vize Olaf Scholz will ihn dabei begleiten. Das Airbus-Werk ist der größte deutsche Standort des europäischen Konzerns. Rund 15 000 Menschen arbeiten dort.


Aktien im Fokus

Daimler: Bundesverkehrsminister Dobrindt (CSU) lässt laut "SZ" Mercedes-Dieselfahrzeuge daraufhin untersuchen, ob der Schadstoffausstoß manipuliert wird. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) werde Daimler-Modelle überprüfen, die mit einer illegalen Software programmiert sein sollen, schreibt das Blatt. Das Bundesverkehrsministerium hatte angesichts neuer Vorwürfe gegen Daimler in der Dieselaffäre das Unternehmen am Donnerstag zur Berichterstattung geladen.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann fordert von Daimler eine umfassende Aufklärung. "Die Vorwürfe, die im Raum stehen, sind schwerwiegend", sagte er. "Ich erwarte von der Firma Daimler, dass sie zusammenarbeitet mit den Ermittlungsbehörden, dass der Sachverhalt einfach umfassend aufgeklärt wird."

EU-Industriekommissarin Bienkowska begrüßt die Pläne von deutschen Autoherstellern, ältere Diesel-Fahrzeuge nachzurüsten. "Ich sehe, dass die Industrie langsam die kollektive Verantwortung für den Abgasskandal übernimmt. Besser spät als nie", sagte Bienkowska der Zeitung "Rheinische Post".

Bayer: Das Pestizid Dicamba der künftigen Tochter Monsanto kann auch in Tennessee nur eingeschränkt eingesetzt werden. Es ist bereits der vierte US-Bundesstaat, der gegen Dicamba vorgeht.

Ceconomy: Die Aufspaltung des Düsseldorfer Handelsriesen Metro ist für die Anleger bisher ein Verlustgeschäft. Die Aktie des Lebensmittel-Groß- und Einzelhändlers Metro Wholesale Food Specialist AG, die mit 20,00 Euro ihr Debüt feierte, lag zum Handelsschluss am Donnerstag nur noch bei 18,05 Euro.

Sie ist formal von der "alten" Metro abgespalten worden, die nun Ceconomy heißt und nur noch die Elektronik-Ketten Mediamarkt und Saturn umfasst. Deren Aktie eröffnete mit einem Kurs von 9,32 Euro und schloss mit 9,58 Euro. Insgesamt standen die Metro-Aktionäre damit fünf Prozent schlechter da. Vor der Aufspaltung war die Aktie am Mittwoch letztmals mit 29,18 Euro gehandelt worden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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