Börse Frankfurt: Minuszeichen vor dem Dax-Handelsstart

Börse Frankfurt: Minuszeichen vor dem Dax-Handelsstart

, aktualisiert 11. April 2017, 06:59 Uhr
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Dax-Anleger agieren am Monatsschluss eher lustlos.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Dax hat sich zu Beginn der verkürzten Handelswoche vor Ostern am gestrigen Montag von seiner lustlosen Seite gezeigt. Kommt es heute zu größeren Kursbewegungen? Es dürfte zumindest einen schwachen Start geben.

FrankfurtDen Börsen fehlt der Schwung. Seit sich der Dax Anfang des Monats bis auf 19 Punkte an sein Allzeithoch von 12 390 Punkten herangepirscht hat, geht es stetig sanft bergab. Auch am gestrigen Montag zeigte sich der Leitindex von seiner lustlosen Seite. Er schloss 0,2 Prozent schwächer bei 12 200 Punkten. Angesichts eines bis Donnerstag dünnen Wirtschaftsdatenkalenders sei wohl kaum mit größeren Bewegungen zu rechnen, sagten Marktexperten.

Allerdings dürfte das deutsche Börsenbarometer heute tiefer starten. Vorbörslichen Indikatoren zufolge startet die Frankfurter Benchmark bei 12165 Punkten – 35 Zähler unterhalb des gestrigen Schlussstandes.

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Die drei wichtigsten Indizes in den USA traten auf der Stelle. Der Dow-Jones-Index mit den 30 Standardwerten ging mit 20.658 Punkten aus dem Handel, der S&P 500 mit 2357 und der Nasdaq-Index mit 5880.

Aufschluss über den Zustand der Finanzbranche erwarten sich Investoren am Donnerstag dieser Woche, wenn JP Morgan Chase, Citigroup und Wells Fargo ihre Zahlen vorlegen. Seit der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten haben diese Aktien kräftig zugelegt. Viele Anleger zweifeln inzwischen, ob die Höhenflug gerechtfertigt und Trump wie angekündigt Vorschriften für die Institute schnell lockern kann.

Der japanische Aktienmarkt hat am Dienstag Verluste verzeichnet. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte zum Ende des Vormittagshandels 0,5 Prozent niedriger bei 18.708 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index verlor ebenfalls 0,5 Prozent auf 1491 Zähler. Händler machten einen stärkeren Kurs des Yen zum Dollar und geopolitische Spannungen für die Zurückhaltung verantwortlich.

Keinen Einfluss auf die Aktienmärkte hat der Syrien-Konflikt. Auch die militärische Drohkulisse, die US-Präsident Donald Trump gegenüber Nordkorea aufbaut, spiegelt sich in den Aktienindizes bislang nicht wider.

Beim Ölpreis sieht das anders aus. Er stieg für die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni um bis zu 1,4 Prozent auf 56,04 Dollar. Damit kostete ein Barrel (159 Liter) so viel wie zuletzt Anfang März. Zum Preisanstieg trug auch ein Produktionsausfall in Libyen bei.

Dass aber auch die Nervosität der Aktienanleger zuletzt gestiegen ist, zeigt sich an den Volatilitätsindizes. Diese gelten als eine Art Angstbarometer an den Börsen. So stieg in Deutschland der VDax um zehn Prozent. Seit Mitte März ist er sogar um 77 Prozent in die Höhe geschnellt.


Die wichtigsten Termine

Volatilitätsindizes spiegeln die Schwankungen an den Börsen wider, die Anleger in der nächsten Zeit erwarten. Dabei liegt der VDax inzwischen auf dem Niveau von Anfang November vergangenen Jahres - also dem Zeitpunkt, als Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde. Auf kurze Sicht rechnen Investoren aber auch jetzt noch nicht mit Schocks. Denn der VDax liegt immer noch nur etwa halb so hoch wie kurz vor der Volksabstimmung der Briten zum EU-Austritt.

Die Termine heute: Aus dem Euro-Raum gibt es am Dienstag unter anderem Daten zur Industrieproduktion. Experten erwarten, dass sich der Anstieg aus dem Januar im Februar fortsetzen wird. Damit würde die Produktion im Januar und Februar deutlich über dem Durchschnitt des Schlussquartals 2016 liegen, was für ein etwas stärkeres Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2017 sprechen würde. Deutsche Anleger schauen am gleichen Tag auch auf die Stimmung unter den Finanzprofis, wenn das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) seine monatliche Umfrage zu den Konjunkturerwartungen veröffentlicht.

Von Unternehmensseite liegt der Aromenhersteller Givaudan Zahlen für das erste Quartal vor. Investitionen und eine Übernahme hatten den Weltmarktführer aus der Schweiz zuletzt deutlich belastet.

Und US-Außenminister Rex Tillerson reist als erstes Mitglied des Trump-Kabinetts nach Moskau. Ein Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow steht bereits fest. Möglicherweise soll es aber auch ein Gespräch mit Präsident Wladimir Putin geben. Von der mutmaßlichen Beeinflussung der US-Wahl über den Ukraine-Konflikt bis hin zum Syrien-Einsatz Russlands stehen viele heikle Themen auf der Tagesordnung des Treffens.

Quelle:  Handelsblatt Online
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