Börse Frankfurt: Raketenstart lässt Dax abstürzen

Börse Frankfurt: Raketenstart lässt Dax abstürzen

, aktualisiert 03. September 2013, 13:44 Uhr
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Die Dax-Kurve knickt plötzlich nach unten ab: Grund ist die Angst vor einem Krieg in Syrien.

Quelle:Handelsblatt

Der deutsche Leitindex ist kurzzeitig deutlich unter die Marke von 8200 Punkten gefallen. Grund waren Berichte über "ballistische Flugkörper im Mittelmeer". Im Fokus steht aber die Übernahme des Handy-Geschäfts von Nokia.

Nach dem guten Wochenauftakt ist der Dax am Dienstag für kurze Zeit abgestürzt. Grund ist die Angst vor einem Krieg in Syrien. Am Vormittag fiel der Index sehr schnell auf 8142 Punkte - gegenüber dem Vortag ein Minus von rund 100 Punkten. Danach erholte sich das Marktbarometer aber wieder. Zur Handelsmitte notiert der deutsche Leitindex wieder bei 8233 Zählern. Das entspricht einem Minus von 0,1 Prozent.

Das russische Verteidigungsministerium hatte den Start zweier ballistischer Raketen aus dem Zentrum des Mittelmeeres Richtung Osten gemeldet. Mittags bestätigte Israel dann, man habe im Mittelmeer einen Raketentest vorgenommen. "Wenn der Konflikt eskaliert, kann man davon ausgehen, dass Anleger in Scharen aus als riskant empfundenen Anlagen aussteigen", sagte Analystin Brenda Kelly von IG. "Die Meldung reichte schon, um die Märkten gewaltig zu verunsichern", ergänzte ein Händler.

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Größter Verlierer waren die Aktien von Lufthansa mit einem Abschlag von 2,7 Prozent. Sie reagieren bereits seit Tagen sehr sensibel auf Nachrichten rund um die Syrien-Krise, da Anleger im Falle einer Eskalation eine Beeinträchtigung des Reise- und Luftverkehrs fürchten.

Am Rohstoffmarkt zog der Ölpreis wegen der Furcht vor einer Eskalation der Krise an, die europäische Sorte Brent kostete gut 115 Dollar und war damit 0,6 Prozent teurer als im späten Vortagesgeschäft. Das in unsicheren Zeiten gern als sicherer Hafen angelaufene Gold verteuerte sich ebenfalls und nahm wieder Kurs auf 1400 Dollar je Feinunze.

Für Gesprächsstoff sorgte die Übernahme des Handygeschäfts von Nokia durch Microsoft. Der Konzern legt dafür 5,4 Milliarden Euro auf den Tisch. Die Papiere von Nokia stiegen an der Börse in Helsinki zeitweise um mehr als 40 Prozent. Im deutschen Leitindex zählen die Aktien von Lanxess und der Commerzbank zu den größten Gewinnern.

Der Deutschlandchef von Telekom, Niek Jan van Damme, prüft derzeit die Auswirkungen des Vodafone-Ausstiegs aus dem US-Geschäft für die Deutsche Telekom. Es sei davon auszugehen, dass ein Teil der Einnahmen aus dem 130 Milliarden Dollar schweren Deal nach Deutschland fließe.

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