Börse Frankfurt: Warten auf die Zahlenflut

Börse Frankfurt: Warten auf die Zahlenflut

, aktualisiert 07. August 2013, 07:23 Uhr
Bild vergrößern

Händler in Frankfurt: Die Bilanzsaison bestimmt die Märkte.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Bilanzsaison nimmt heute wieder Fahrt auf. Dutzende Unternehmen legen heute neue Zahlen vor, darunter einige Schwergewichte. Für Spekulationen sorgen Äußerungen eines Notenbankers aus den USA.

Mit Argusaugen beobachten die Anleger derzeit jede Regung der Notenbanken. Gestern sorgten Spekulationen über einen schneller als allgemein erwarteten Ausstieg der US-Notenbank aus ihrer lockeren Geldpolitik für Gesprächsstoff.

Der Präsident der Notenbank von Atlanta, Dennis Lockhart, hatte in einem Interview davon gesprochen, dass die Fed mit einem Zurückfahren ihrer Anleihen-Käufe schon im kommenden Monat beginnen könnte, der Schritt aber auch später kommen könne.

Anzeige

Der Dow-Jones verlor 0,6 Prozent und ging bei 15.517 Punkten aus dem Handel. Der Dax verlor 1,2 Prozent auf 8299 Punkte. Der Nikkei steht aktuell bei 2,8 Prozent im Minus bei 14.002 Punkten, ein starker Yen belastet die Kurse. In Japan kommen am Mittwoch und Donnerstag der geldpolitische Ausschuss der Zentralbank zusammen. In Tokio öffnen Regierung und Notenbank seit längerem alle Schleusen, um die Märkte mit Liquidität zu fluten und das Land wieder auf einen Wachstumskurs zu zwingen.

Für Spannung könnten heute neue Konjunkturdaten sorgen, etwa das Ifo Wirtschaftsklima für den Euro-Raum im dritten Quartal (11.00 Uhr) oder Daten zur Industrieproduktion im Juni in Deutschland (12.00 Uhr).

Wenig Freude bereitete gestern die Bilanzsaison, unter anderem Lanxess und Salzgitter enttäuschten die Anleger. Auch heute überfluten die Unternehmen die Börsianer mit Zahlen (siehe nächste Seite). In Deutschland sind das Fraport, Freenet, Kuka, Grammer, Hawesko, Brenntag, Rational, Axel Springer, Norma Group, Symrise, Klöckner, Hannover Rück, Schuler, Beiersdorf, HypoVereinsbank, Gigaset und Patrizia Immobilien. Aus dem Ausland berichten: Voestalpine, MBIA, Bank Austria, SAS, Andritz, Polytec, Österreichische Post, Time Warner, TUI Travel, Swisscom, ING und Aer Lingus.


Die Quartalszahlen im Überblick

Fraport

Dank höher Flughafengebühren und eines Neubaus hat der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport im ersten Halbjahr die rückläufigen Passagierzahlen wettgemacht. Das Betriebsergebnis (Ebitda) sei in den ersten sechs Monaten um fünf Prozent auf 374,6 Millionen Euro gestiegen, teilte Fraport am Mittwoch mit. Der Umsatz legte gleichzeitig um fünf Prozent auf 1,21 Milliarden Euro zu. Die Zahlen übertrafen die Markterwartungen: Von Reuters befragte Analysten hatten bei einem Umsatz von 1,195 Milliarden Euro mit einem Betriebsergebnis von 370 Millionen Euro gerechnet.

Grammer

Gute Geschäfte mit den krisenresistenten Oberklasse-Autobauern sorgen beim Zulieferer Grammer für kräftigen Schub. Im ersten Halbjahr kletterte der Umsatz um 13 Prozent auf 642,5 Millionen Euro, wie der Spezialist für Pkw-Interieur und Sitze am Mittwoch im bayerischen Amberg mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 24 Prozent auf 30,1 Millionen Euro.

Vor allem die Kernsparte Automotive legte kräftig zu. Der Zulieferer profitiert hier von seiner Ausrichtung auf vor allem deutsche Nobelautobauer, die die Krise in Europa anderswo auf der Welt wettmachen. In der Sitzsparte glich Grammer dank der Erholung im Nutzfahrzeuggeschäft in Brasilien und dank neuer Produkte die Lkw-Flaute in Europa aus. Für 2013 setzten sich die Oberpfälzer höhere Ziele: Umsatz und Ergebnis sollen spürbar über dem Vorjahr liegen, hieß es. Bisher war ein leichter Anstieg angepeilt.

Klöckner & Co

Der Stahlhändler Klöckner & Co hat sich mit dem forcierten Stellenabbau und Kosteneinsparungen gegen die schwache Nachfrage und den Preisdruck in Europa gestemmt. Der Umsatz sei im zweiten Quartal auf 1,7 Milliarden Euro von 1,96 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum gefallen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Auch dank des Sparprogramms sei der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) jedoch um zehn Millionen auf 43 Millionen Euro gestiegen. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt lediglich mit einem operativen Gewinn von 35,4 Millionen Euro gerechnet. Unter dem Strich fuhr KlöCo allerdings noch einen Verlust von vier Millionen Euro ein. Der Konzern hat fast 2000 Jobs gestrichen und Dutzende Standorte geschlossen.

"Auch wenn wir mit der Ergebnissituation alles andere als zufrieden sind, zeigen die Zahlen eindeutig, dass es uns durch die Restrukturierungsmaßnahmen zunehmend gelingt, den Ergebnisbelastungen aus der erneut negativen Marktentwicklung aus eigener Kraft entgegenzuwirken", sagte Vorstandschef Gisbert Rühl. Vom europäischen Stahlmarkt sei zwar weiter kein Rückenwind zu erwarten. Dennoch wolle der Konzern im kommenden Jahr wieder die Gewinnzone erreichen. Positive Impulse könne es auf dem US-Markt geben. Für 2013 erwartet Rühl nun ein Ebitda auf dem Vorjahresniveau von etwa 140 Millionen Euro vor Restrukturieru

Quellle:  Handelsblatt Online
Anzeige
Immobilien-Wertfinder:Was Mieten und Kaufen in Ihrer Region kostet

Mit unserem interaktiven Tool finden Sie Interessierte Mieten und Kaufpreise in ihrem Viertel und ihrer Straße. Mehr...

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%