Börse Frankfurt: Wie der Dax auf die griechische Hängepartie reagiert

Börse Frankfurt: Wie der Dax auf die griechische Hängepartie reagiert

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Der Deutsche Aktienindex eilt von Rekord zu Rekord.

Quelle:Handelsblatt Online

Vorbörslich gönnt sich der Dax eine kleine Pause. Die schleppenden Verhandlungen zwischen der EU und Griechenland lässt die Rally ein wenig stocken. Doch nicht nur die Querelen um Griechenland haben Anleger im Blick.

Die neue griechische Regierung und die Euro-Partner scheinen sich im Schuldenstreit anzunähern. An den Börsen wird der sich abzeichnende Kompromiss mit verhaltener Freud aufgenommen, die sich bereits gestern in den Kursen widergespiegelt hat. Der Dax schloss 0,6 Prozent fester bei 10.961 Punkten.

Am Donnerstag sieht es danach aus, dass sich der Leitindex eine kleine Pause gönnt. Vorbörslich pendelt der Dax um seinen Vortagesschluss.

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Angesichts der Hängepartie bei den Gesprächen zwischen Griechenland und der Europäischen Union fehlt es Börsianern wohl an der nötigen Motivation. „Wir sind an einem entscheidenden Punkt dieser Verhandlungen“, sagte Griechenlands neuer Ministerpräsident Alexis Tsipras. Er hoffe, dass Schwierigkeiten bewältigt werden könnten. Erstmals sei es gelungen, eine „positive Haltung zu unseren Wünschen“ zu erzeugen.

Meilensteine des Dax von 1988 bis 2015

  • 1. Juli 1988

    Der Dax feiert seinen Einstand. Rechnerisch startet er allerdings am 30. Dezember 1987 bei einem Stand von 1.000 Punkten.

  • 16. Oktober 1989

    Der erste schwarze Tag für den Dax: Er bricht im Sog der Wall Street um rund 13 Prozent ein.

  • 18. November 1996

    Bei der Privatisierung der Deutschen Telekom wird die T-Aktie als Volksaktie vermarktet. Das Interesse der Öffentlichkeit am Dax nimmt stark zu.

  • 28. Oktober 1997

    Im Sog der Asienkrise sackt der Dax im Handelsverlauf bis zu 13 Prozent ab und schließt mit 3567 Punkten acht Prozent niedriger.

  • 28. November 1997

    Mit dem neuen elektronischen Handelssystem Xetra - kurz für "Exchange Electronic Trading" - bricht für die Börse ein neues Zeitalter an.

     

  • 7. März 2000

    Der Dax erreicht ein Hoch von 8136,16 Punkten. Befeuert wird die Euphorie von der Entstehung des Internets und einem sich ausbreitenden Fusionsfieber.

  • 11. September 2001

    Nach den Terroranschlägen in den USA fällt der Dax um neun Prozent.

  • 12. März 2003

    Der Dax rutscht unter 2.200 Punkte und notiert damit so niedrig wie zuvor im November 1995. Doch mit der Erholung der Weltwirtschaft wächst das Vertrauen in die Gewinnentwicklung der Unternehmen wieder.

  • 13. Juli 2007

    Mit 8151 Zählern setzt der Dax einen neuen Meilenstein - trotz erster Bankenpleiten und Not-Eingriffen der Europäische Zentralbank (EZB) am Geldmarkt.

  • 15. September 2008

    Mit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers kehrt wieder Ernüchterung ein. Im Oktober 2008 folgt ein schwarzer Tag auf den anderen. Dabei liegt der Dax-Kurs zeitweise 30 Prozent unter dem Niveau vom Monatsbeginn.

  • 9. März 2009

    56 Prozent hat der Dax seit dem Hoch vom 13. Juli 2007 eingebüßt. Mit 3588 Punkten erreicht er zeitweise den niedrigsten Stand seit Oktober 2003. Doch kurz darauf wirft die US-Notenbank Fed die Notenpresse an. Jetzt geht es bergauf.

  • 8. März 2013

    Der Dax notiert erstmals seit dem 2. Januar 2008 wieder über 8000 Zählern.

  • 5. Juni 2014

    Die Entscheidung der EZB, die Zinsen weiter zu senken, treibt den Dax erstmals über die 10.000-Punkte-Marke.

  • 22. Januar 2015

    Nach dem Vorbild der Fed wirft auch die EZB die Notenpresse an. Der Dax, der in Erwartung dieses Schritts seit Monaten im Aufwind ist, beschleunigt seinen Anstieg und steigt am darauffolgenden Tag auf bis zu 10.704,32 Punkte. Es ist der sechste Handelstag in Folge mit einem Rekordhoch.

  • 13. Februar 2015

    Anleger hoffen auf einen guten Ausgang des Verhandlungspokers im griechischen Schuldenstreit. Der Dax knackt erstmals die 11.000-Punkte-Marke und notiert in der Spitze 0,9 Prozent höher bei 11.013,85 Zählern. Griechenland droht die Staatspleite, da das aktuelle Hilfsprogramm Ende Februar ausläuft und Athen keine Verlängerung beantragen will.

  • 16. März 2015

    Getrieben von der Geldflut der Notenbanken und begünstigt durch einen schwachen Euro - der der deutschen Exportindustrie hilft - hat den Dax am Montag, 16. März 2015, erstmals die Schwelle von 12.000 Punkten übersprungen. In der Vorwoche hatte er mehrmals diese Marke anvisiert, war aber immer knapp gescheitert. Der deutsche Leitindex war zu diesem Zeitpunkt bereits neun Wochen in Folge gestiegen.

Eine offizielle Einigung steht allerdings noch aus. Deswegen warnen einige Analysten vor verfrühtem Optimismus. „Vor einer endgültigen Bewertung des griechischen Vorstoßes sollten (...) erst einmal alle Fakten auf dem Tisch liegen“, schrieben die Analysten der Essener Nationalbank.

Neben den Querelen um Griechenland blicken die Anleger heute auch auf die Europäische Zentralbank. Die Notenbank veröffentlicht heute die Protokolle ihrer Ratssitzung vom 21. und 22. Januar. Außerdem kommen auch von Konjunkturseite Neuigkeiten aus der Euro-Zone. In Frankfurt wird die Leistungsbilanz der Euro-Zone für den Dezember bekanntgegeben.

Ebenfalls im Fokus dürfte die Pressekonferenz des OECD-Generalsekretärs Gurria und Italiens Wirtschafts- und Finanzminister Padoan über den OECD-Wirtschaftsbericht zu Italien sein.

Aus den USA erwarten die Anleger neue Arbeitsmarktdaten. Eine Stunde vor US-Börseneröffnung werden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Außerdem werden die Frühindikatoren für den Januar und der Philly-Industrie-Index der Fed bekanntgegeben.

Weitere Artikel

Aktionäre von Finanztitel werden mit Interesse die Podiumsdiskussion des International Bankers Forum „18. Bank der Zukunft“ mit Bundesbank-Vorstandsmitglied Andreas Dombret über „Ertragreiches Banking in Zeiten von Regulierung und abgeschafften Zinsen“ verfolgen.

Bei den Unternehmen stehen heute einige Zahlen an. In Frankfurt lädt die Deutsche Börse zur Bilanz-Pressekonferenz. Rheinmetall veröffentlicht seine vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2014. In Paris berichten Air France KLM und Danone.

Quelle:  Handelsblatt Online
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