Börse: Gipfel lässt die Märkte kalt

Börse: Gipfel lässt die Märkte kalt

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Bisher bleibt es noch ruhig an den Börsenschauplätzen in Europa, wie hier in Frankfurt

von Hauke Reimer

Trotz EU-Gipfel, an den europäischen Finanzmärkten lassen sich nur leichte Veränderungen ausmachen.

Die Finanzmärkte reagieren praktisch überhaupt nicht auf die ersten Beschlüsse des EU-Gipfels. Der Dax eröffnete leicht negativ, drehte dann aber mit den leicht positiven US-Futures ins Plus. Auch der Bund Future, der als Barometer für die Nachfrage nach Bundesanleihen interpretiert werden kann, reagierte zunächst kaum, ebenso Gold. Der Euro verlor leicht zum Dollar. „Es scheint weiter schwierig, in ganz Europa Einigung darüber herzustellen, wie die Finanzprobleme zu lösen sind,“ schreibt das Wertpapierhandelshaus Close Brothers Seydler in seinem Morgenkommentar.

Das Ausscheren Großbritanniens sei „keine große Überraschung“, es sei zu erwarten gewesen, dass Großbritannien (mit seiner exponierten Londoner City) eine andere Sicht auf die Regulierung der Kapitalmärkte hat. Für den Markt sei die Uneinigkeit eher negativ. Dass die Märkte auf den eher enttäuschenden Gipfelergebnis so wenig reagierten, dürfte auch an den heftigen Verlusten des Vortags gelegen haben – viel Enttäuschung war schon vorweggenommen. Schlecht angekommen war insbesondere, dass EZB-Chef Mario Draghi am Donnerstag verkündet hatte, seine „Bazooka“ bis auf weiteres im Schrank zu lassen.

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Gipfelbeschlüsse noch zu vage

Michael Krautzberger, Leiter des europäischen Rentenfondsteams des Fondsanbieters Black Rock, teilte dazu mit, im Markt habe es hohe Erwartungen gegeben, dass die EZB die unter Druck geratenen Märkte für Staatsanleihen noch stärker stützen würde: „Hier blieb die EZB jedoch weniger konkret. Indem sie klar machte, dass dies nicht ihre Kernaufgabe sei, spielte sie den Ball an den Eurogipfel ab, von dem eine umfassendere Lösung ausgehen soll. Darunter leiden Bankaktien und –anleihen, da die Staatsanleihekrise als der Kern aller Bankprobleme gesehen wird. Andere Maßnahmen werden nicht zur Beruhigung der Lage beitragen, solange die Sorgen auf staatlicher Seite noch so akut sind, wie derzeit.“ Die Gipfelbeschlüsse scheinen noch zu vage, ihre Umsetzung noch zu weit entfernt, als dass sie Investoren eine Lösung der Staatsschuldenkrise aufzeigen würden.

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