Börse im Blick: Das Märchen von der Aktienblase

Börse im Blick: Das Märchen von der Aktienblase

von Anton Riedl

Die Hausse an den Börsen hat durchaus ein Fundament: Deutsche Unternehmen sind wachstumsstark, effizient und stabil wie nie zuvor.

In den USA zeichnet es sich immer deutlicher ab, dass die Wirtschaft in Schwung kommt. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft ist im November stärker gestiegen als erwartet. Und schon sausen die Börsen in den Keller.

Auf den ersten Blick widersinnig. Da kommen mehr Menschen in Lohn und Brot und die Aktienkurse brechen weg. Dahinter steckt die ganz spezifische Börsenlogik, die da lautet: Wenn die Arbeitslosigkeit hoch bleibt, liegt die Wirtschaft darnieder und die Notenbank wird ihren extrem lockeren Kurs weiterfahren; also eben nicht mit dem Tapering anfangen, dem langsamen Anziehen der geldpolitischen Zügel.

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Dahinter wiederum steht ein ganz bestimmtes Bild vom aktuellen Aufschwung an den Börsen: Danach ist die Aktienhausse nichts anderes als das Ergebnis einer riesigen Geldflutung, die nach der akuten Phase der Finanzkrise 2008/09 eine neue Dimension erreicht hat – mit einem Zinsniveau, das sich nahe Null Prozent eben nicht mehr an klassischen Größen wie Inflation oder Wirtschaftswachstum orientiert (nach denen die Durchschnittszinsen derzeit vielleicht bei vier Prozent liegen müssten und nicht bei 1,5 Prozent).

Aktien und Anleihen 2014 Gewinne natürlich wachsen lassen

Nach sehr guten Gewinnen mit Aktien und Anleihen dämpft die Deutschen Bank in einem Ausblick die Erwartungen für 2014. Für risikobereite Anleger bieten aber europäische Aktien und südeuropäische Anleihen Chancen.

Eine Anzeigetafel der Wertpapierbörse in Frankfurt am Main zeigt die Aufschrift "Börse" Quelle: dpa

Die Angst der Anleger besteht darin, dass bei einem Ende der Geldflutung auch die ganze schöne Aktienhausse wie ein Kartenhaus in sich zusammenstürzt. Diese Angst wäre berechtigt, wenn die Hausse auch wirklich nur eine Folge der Geldspritzen wäre.

Doch dieses Bild von der Nur-Liquiditätshausse, durch die sich an den Aktienmärkten eine riesige Blase gebildet hat, ist schlichtweg ein Märchen.

Das lässt sich gut anhand realer, echt erwirtschafteter Zahlen zeigen, hier am Beispiel der Dax-Unternehmen:

In den vergangenen zehn Jahren ist der Umsatz der Dax-Unternehmen im Durchschnitt (und auf den Indexstand herunter gerechnet) von 6820 Euro auf rund 12000 Euro gestiegen. Das sind 76 Prozent Zuwachs. Bemerkenswert ist, dass diese Entwicklung auch in den Krisenjahren (etwa 2008 und 2009) nur wenig gedämpft wurde. Dieses wachsende Umsatzvolumen zeigt, dass für die Unternehmen die Basis ihres Geschäfts nicht nur stabil ist, sondern sich sogar stetig ausweitet – ganz im Gegensatz zu den in der Öffentlichkeit vor allem wahrgenommenen krisenhaften Schwankungen.

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