Börse in Asien: Hoffnung auf Reformen in China beflügelt Aktienkurse

Börse in Asien: Hoffnung auf Reformen in China beflügelt Aktienkurse

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Der Nikkei verzeichnete den höchsten Tagesgewinn seit knapp sieben Jahren.

Anleger feiern neue Hilfen für die chinesische Wirtschaft. Und auch in Tokio erleben Börsianer ein Kursfeuerwerk. Der Grund: Die Börsen in Shanghai und Shenzen schließen schon den zweiten Tag in Folge im Plus.

Hoffnungen auf ein neues Reformpaket für Chinas Wirtschaft und angekündigte Steuererleichterungen in Japan haben die Aktienmärkte in Asien beflügelt. In Japan verzeichnete der in letzter Zeit gebeutelte Nikkei-Index für 225 führende Werte seinen höchsten Tagesgewinn seit knapp sieben Jahren. Dazu trug auch eine Abschwächung des Yen zum US-Dollar bei, wovon japanische Export-Titel profitierten. Außerdem plant die Regierung, die Unternehmenssteuern im nächsten Jahr um 3,3 Prozentpunkte zu senken, wie Premier Shinzo Abe sagte.

Nun sprang der Nikkei um 7,71 Prozent auf 18 770,51 Punkte. Noch am Vortag war der Index als Reaktion auf schlechte Handelsdaten in China auf den tiefsten Stand seit sieben Monaten gesackt. Der breit gefasste Topix stieg um 6,40 Prozent auf 1507,37 Zähler.

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Sanjiv Duggal, Asien-Aktienchef bei HSBC Global Asset Management Quelle: Presse

In Shanghai notierte der wichtige Composite Index zum Handelsschluss 2,29 Prozent im Plus bei 3243,09 Punkten. Der Component Index in Shenzhen kletterte um 2,91 Prozent auf 10 620,13 Punkte. Laut Analysten reagierten die Anleger auf ein Papier des Finanzministeriums, das am späten Dienstagabend vorgelegt worden war. Darin stellte die Behörde umfangreiche Steuererleichterungen und Fördergelder für kleine Unternehmen sowie weitere Mittel für den Bau von Infrastrukturprojekten in Aussicht. Auch bereits laufende Reformen sollen demnach beschleunigt werden, damit ein „stabiles Wachstum“ sichergestellt werden könne.

Damit „will die Regierung zeigen, dass sie den Willen hat, das Wachstumsziel von sieben Prozent für dieses Jahr zu erreichen“, schrieb Analyst Liu Li-Gang von der australischen ANZ-Bank. Die Reformen würden sich im vierten Quartal bemerkbar machen.

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Bereits in den vergangenen Tagen hatten chinesische Behörden weitere Reformen für den Aktienmarkt angekündigt. So will Peking etwa langfristige Investoren belohnen: Wer Aktien länger als ein Jahr hält, soll auf die Dividenden keine Steuern mehr zahlen müssen. Schon am Dienstag hatten die chinesischen Börsen deutlich zugelegt.

Zuletzt ging es an Chinas Aktienmärkten turbulent zu: Seit vergangenem Sommer war der Leitindex in Shanghai zunächst um mehr als 150 Prozent gestiegen, weil viele Anleger im großen Stil auf Kredit Aktien gekauft hatten. Ab Mitte Juni folgte dann ein rasanter Absturz um 40 Prozent. Um die Kursstürze abzufedern, hatte die Regierung unter anderem Handelsverbote verhängt. Laut der US-Bank Goldman Sachs soll sie zudem 1,5 Billionen Yuan (210 Mrd Euro) ausgegeben haben.

Die Börsen in Hongkong, Indien und Australien profitierten ebenfalls von dem Kursfeuerwerk in Ostasien. Auch der Dax legte zu Handelsbeginn kräftig zu.

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