Börse: Neue Internet-Aktien verderben die Preise

Börse: Neue Internet-Aktien verderben die Preise

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Nahaufnahme vom Logo des sozialen Netzwerks Facebook. In den Aktien von Newcomern wie Facebook wird eine Blase vermutet

von Matthias Hohensee

Das US-Online-Karrierenetzwerk LinkedIn war am ersten Börsentag so viel wert wie die Lufthansa. Dabei sind Tech-Altstars wie Apple, Google oder Ebay für Anleger attraktiver als Newcomer wie Zynga.

Am ersten Börsentag war das Karrierenetzwerk LinkedIn (243 Millionen Dollar Umsatz ) zeitweise so wertvoll wie die Lufthansa. Seither hat die Aktie 35 Prozent verloren, ihr Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt aber immer noch bei über 1000 – Google hat ein KGV von 20. „Der Wahnsinn ist zurück“, sagt IT-Analyst Rob Enderle. Marc Andreessen, dessen Startup Netscape die erste Internet-Bubble mit aufblies, hält dagegen: IPO-Kandidaten wie Facebook, Zynga oder Groupon könnten echte Umsätze nachweisen, statt 16 Millionen wie 1995 nutzen heute zwei Milliarden Menschen das Internet. „Schon weil jeder über die Blase redet, ist es keine“, macht sich Andreessen Mut – er hat Hunderte Millionen Dollar in Startups geschaufelt und, wie man im Silicon Valley murrt, die Preise verdorben.

Plattformen für Private

Wer weniger Geld hat, kauft auf den Handelsplattformen Second Market und Sharespost ein, wo Gründer und ihre Mitarbeiter Anteile schon vor dem Börsengang in Bares wandeln können. Besonders beliebt sind, neben Facebook, der Online-Spieleanbieter Zynga, der Internet-Radio-Dienst Pandora und der Coupon-Vermarkter Groupon. „Dort existiert die Blase bereits“, warnt Vivek Wadhwa von der Havard Law School. Plattformen seien intransparent und zögen mit niedrigen Hürden – 200.000 Dollar Jahreseinkommen reichen – unerfahrene Investoren an. Deren Wette geht nur dann auf, wenn sie ihre Stücke später mit Gewinn an Aktionäre an den Börsen weitergeben können.

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Die Altstars des Silicon Valley erscheinen dagegen wie sichere Häfen. Apple hat ein KGV von 16 und 90 Prozent Marktanteil im boomenden Geschäft mit Tablets. Die Auktionssparte von Ebay (KGV 21) scheint ausgereizt. Doch Paypal steht vor einer neuen Wachstumsphase, befeuert durch Handybezahlsysteme und eine Allianz mit Facebook.

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