Börse: Neusortierung der Autoaktien

Börse: Neusortierung der Autoaktien

von Andreas Toller

Toyota ist wieder die Nummer eins, Daimler zeigt Schwächen, Renault und Peugeot stecken in der Krise und Fiat-Chef Marchionne wettert gegen die Marktverdrängung durch Volkswagen. Auch die Quartalszahlen zeigen: Die Autobranche sortiert sich neu. Wie sich die Aktien der Autohersteller schlagen, wo sich Chancen bieten.

Die Automobilhersteller sind derzeit das Gesprächsthema an der Börse. Daimler, Volkswagen, Porsche, Peugeot, Renault und Ford haben bereits ihre Zahlen für das erste Halbjahr 2012 vorgelegt. Fiat, Audi, MAN, BMW, Toyota und General Motors folgen in den nächsten Tagen. Der erste Eindruck: Europas Autobauer kämpfen gegen eine Absatzkrise, und weil das einigen Herstellern besser gelingt als anderen, sortiert sich die Branche neu. Anleger, die Chancen in der Autobranche suchen, werden da leicht fündig, denn an den Halbjahreszahlen lässt sich bereits ablesen, welche Marken sich in der Krise behaupten.

Rücktrittsforderung Riesen-Zoff zwischen Volkswagen und Fiat

Zwischen den beiden Autobauern VW und Fiat kracht es heftig. Fiat-Boss Sergio Marchionne hatte Europas Nummer eins scharf attackiert - und VW keilt zurück: Die Wolfsburger verlangen den Rücktritt des ACEA-Chefs.

huGO-BildID: 25978487 epa03185013 Sergio Marchionne, CEO of Fiat Group, delivers a speech during the inauguration of a new factory in Kragujevac, Serbia, 16 April 2012. Fiat has opened a production line in Serbia for its new 500L family model, to expand on the popularity of its two-door 500 city car. EPA/SRDJAN SUKI +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

So haben die gerade veröffentlichten Verkaufszahlen von Toyota gleich für einen Paukenschlag gesorgt. Der japanische Autobauer hatte vor rund einem Jahr nach der Tsunami-Katastrophe in seinem Heimatland etliche Werke vorübergehend schließen müssen und dadurch seinen Platz als größter Fahrzeughersteller der Welt nach Stückzahlen an General Motors aus den USA abgeben müssen. Aber dank des guten Starts in das laufende Jahr konnte Toyota diesen Spitzenplatz zurückerobern und GM zurück auf den zweiten Platz verweisen. Der japanische Hersteller verkaufte im ersten Halbjahr 2012 4,97 Millionen Fahrzeuge. Bei General Motors waren es im gleichen Zeitraum 300.000 Fahrzeuge weniger, Volkswagen schaffte ohne die LKW- und Bus-Sparte 4,45 Millionen Euro - und ist damit der größte Autobauer in Europa. Toyota meldet seine Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres am 2. August. Das Geschäftsjahr endete bei Toyota am 31. März.

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Die kürzlich präsentierten Zahlen von VW konnten an der Börse hingegen nur bedingt überzeugen. Das China-Geschäft läuft gut, aber die operative Dynamik im Autogeschäft hat nach Einschätzung der Analysten von der UBS nachgelassen. Die Analysehaus S&P Equity hob sogar das Kursziel von 160 auf 170 Euro an, weil die operative Marge die Durchschnittschätzung der Analysten um vier Prozent übertroffen hatte.

Im ersten Halbjahr verdiente der Konzern 6,5 Milliaden Euro bei einem Umsatz von 95 Milliarden Euro. Dass die Wolfsburger auch in Krisenzeiten eine erfolgreiche Expansionsstrategie verfolgen, handelte dem Konzern zuletzt auch massive Kritik von Fiat-Chef Sergio Marchionne ein, der zugleich Präsident des Branchenverbands ACEA ist. Er kritisierte öffentlich die aggressive Preispolitik von VW.

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