Bild: REUTERSAudi
Audi hat im Jahr 2012 weltweit 1,45 Millionen Autos abgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt das ein Plus von 11,7 Prozent. Allein der neue Q3 wurde 80.000 mal verkauft - und das nur in Europa. Insgesamt erzielte der Autobauer einen Umsatz in Höhe von 48,8 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 5,956 Milliarden Euro.
Bild: dapdDaimler
Die Schwaben haben und im vergangenen Jahr 1,32 Millionen Autos ihrer Top-Marke Mercedes verkauft. Das entspricht einem Plus von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Bild: dpaBMW
Von ihrer Kernmarke setzten die Bayern im vergangenen Jahr 1,54 Millionen Fahrzeuge ab. Das entspricht einem Plus von 12 Prozent gegenüber 2011.
Bild: dpaFiat-Chrysler
Der Fiat-Konzern lieferte im vergangenen Jahr 4,2 Millionen Fahrzeuge weltweit aus - sechs Prozent mehr als 2011. Fiat profitiert dabei vom guten Geschäft der US-Tochter Chrysler. Denn ähnlich wie die Kollegen von PSA Peugeot Citroen litten die Italiener massiv unter der Absatzkrise in Europa, sie verkauften dort 16 Prozent weniger als im Vorjahr.
Bild: REUTERSNissan Renault
Carlos Ghosn - Chef der französisch-japanischen Allianz - kann zufrieden mit sich sein. Bei Nissan lief es hervorragend, Partner Renault litt unter der Schwäche des europäischen Markts. Die Renault-Gruppe setzte weltweit 2,55 Millionen Fahrzeuge und damit 6,3 Prozent weniger als im Vorjahr. In Europa sank der Absatz um volle 18 Prozent. Die Marke Renault verkaufte weltweit 2,1 Millionen Fahrzeuge, Dacia knapp 360.000 Autos. In Deutschland setzte Renault inklusive der Marke Dacia im Jahr 2012 mit 170.000 Einheiten rund 11.000 Fahrzeuge weniger ab als 2011. Die Marke Renault allein verkaufte 2012 in Deutschland 123.779 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Der Marktanteil sank um knapp 0,4 Prozentpunkte.
Bild: dapdPSA Peugeot Citroen
Der Absatz der Franzosen brach gegenüber dem Vorjahr um 16,5 Prozent ein. Insgesamt setzte der gebeutelte Hersteller PSA nur noch 2,97 Millionen Fahrzeuge ab. In Frankreich verkauften Peugeot und Citroen gut 13 Prozent weniger Autos, in Spanien fast 15 Prozent weniger und in Italien sogar fast 21 Prozent weniger. PSA hat bereits Konsequenzen aus der Absatzkrise gezogen und Werksschließungen angekündigt. 8000 Stellen sollen fallen. In China hingegen legten die Verkäufe um 9,4 Prozent auf 442.000 Fahrzeug zu. Der Konzern will bis 2015 die Hälfte seines Absatzes außerhalb Europas erzielen.
Vor gut einem Jahr hat PSA mit dem Opel-Mutterkonzern General Motors zudem eine strategische Partnerschaft geschlossen, um künftig beim Einkauf und bei der Entwicklung zu sparen. Einen direkten Einstieg von PSA bei Opel dementierte das Unternehmen aber. Die Verkäufe in China dagegen legten um 9,4 Prozent zu auf 442.000 Fahrzeuge.
Bild: dapdHyundai
Koreas größter Automobilhersteller verkaufte 2012 insgesamt 4,4 Millionen Fahrzeuge der Marke Hyundai. Das sind 8,6 Prozent mehr als im Vorjahr (4,05 Millionen). Noch stärker fiel mit 10,2 Prozent das Wachstum in Europa aus. Zwischen Nordkap und Sizilien konnte Hyundai in 2012 rund 444.000 Fahrzeuge absetzen.
Bild: REUTERSNissan
Japans zweitgrößter Autobauer legt für das Kalenderjahr 2012 ein neues Rekordergebnis vor. Nissan verkaufte nach eigenen Angaben 4,94 Millionen Autos. Das entspricht einem Zuwachs von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das noch laufende Geschäftsjahr (Ende 31. März 2013) muss der japanische Teil der französisch-asiatischen Allianz seine Prognose jedoch senken. Wegen des Boykotts japanische Hersteller in China rechnet Nissan weltweit nur noch mit einem Absatz von 5,08 Millionen statt 5,35 Millionen verkaufter Autos. Im ersten Halbjahr hatte Nissan auch dank des kräftigen Wachstums in China 16,7 Prozent mehr Autos verkauft als im Vorjahr, der Inselstreit machte den Japaner nun einen Strich durch die Rechnung.
Bild: dapdPlatz 3: Volkswagen
Die Wolfsburger setzten als Gruppe 9,1 Millionen Autos weltweit in 2012 ab, ein Plus von 11 Prozent (2011: 8,3 Millionen). Die Premiumtochter Audi legte um 11,7 Prozent auf knapp 1,5 Millionen zu, die Pkw-Marke VW hat ähnlich stark zugelegt wie BMW. Sie setzte 5,74 Millionen Autos ab - ein Plus von 12,7 Prozent. VW Nutzfahrzeuge steigerte den Absatz um 4,1 Prozent auf 550.000 und Skoda um 6,8 Prozent auf 939.200. Die Zahlen der spanischen Tochter Seat und von Sportwagenhersteller Porsche liegen noch nicht im Detail vor.
Besonders stark entwickelten sich die Märkte in Asien und Amerika. In den USA legte VW um 35 Prozent zu, in China um 25 Prozent und in Russland sogar um 40 Prozent. In Westeuropa sanken die Verkaufszahlen jedoch um knapp 7 Prozent, in Deutschland um gut ein Prozent. Bis 2018 will Volkswagen zum weltgrößten Automobilhersteller aufsteigen. Nach einer Studie des CAM Center of Automotive Management könnte VW 2012 9,4 Millionen verkaufen - mehr als Konkurrent General Motors.
Bild: dapdPlatz 2: General Motors
Der amerikanische Auto-Riese verkaufte 9,29 Millionen Autos. 2011 lag General Motors mit rund 9 Millionen verkaufter Fahrzeuge an der Spitze. VW kam konzernweit auf 8,2 Millionen Stück. Problematisch bleibt der europäischen Markt. Der Absatz der deutschen Tochter Opel ist massiv eingebrochen. Mit neuen Modellen wie dem Stadtflitzer Adam will Opel den Verkauf wieder ankurbeln.
Audi
Audi hat im Jahr 2012 weltweit 1,45 Millionen Autos abgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt das ein Plus von 11,7 Prozent. Allein der neue Q3 wurde 80.000 mal verkauft - und das nur in Europa. Insgesamt erzielte der Autobauer einen Umsatz in Höhe von 48,8 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 5,956 Milliarden Euro.
Die Automobilhersteller sind derzeit das Gesprächsthema an der Börse. Daimler, Volkswagen, Porsche, Peugeot, Renault und Ford haben bereits ihre Zahlen für das erste Halbjahr 2012 vorgelegt. Fiat, Audi, MAN, BMW, Toyota und General Motors folgen in den nächsten Tagen. Der erste Eindruck: Europas Autobauer kämpfen gegen eine Absatzkrise, und weil das einigen Herstellern besser gelingt als anderen, sortiert sich die Branche neu. Anleger, die Chancen in der Autobranche suchen, werden da leicht fündig, denn an den Halbjahreszahlen lässt sich bereits ablesen, welche Marken sich in der Krise behaupten.
So haben die gerade veröffentlichten Verkaufszahlen von Toyota gleich für einen Paukenschlag gesorgt. Der japanische Autobauer hatte vor rund einem Jahr nach der Tsunami-Katastrophe in seinem Heimatland etliche Werke vorübergehend schließen müssen und dadurch seinen Platz als größter Fahrzeughersteller der Welt nach Stückzahlen an General Motors aus den USA abgeben müssen. Aber dank des guten Starts in das laufende Jahr konnte Toyota diesen Spitzenplatz zurückerobern und GM zurück auf den zweiten Platz verweisen. Der japanische Hersteller verkaufte im ersten Halbjahr 2012 4,97 Millionen Fahrzeuge. Bei General Motors waren es im gleichen Zeitraum 300.000 Fahrzeuge weniger, Volkswagen schaffte ohne die LKW- und Bus-Sparte 4,45 Millionen Euro - und ist damit der größte Autobauer in Europa. Toyota meldet seine Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres am 2. August. Das Geschäftsjahr endete bei Toyota am 31. März.
Börse: Aktien der Autohersteller
Volkswagen-Vorzugsaktie (Kurs in Euro)
Porsche Inhaber-Vorzugsaktie (Kurs in Euro)
MAN-Aktie (Kurs in Euro)
Daimler-Aktie (Kurs in Euro)
BMW-Aktie (Kurs in Euro)
Peugeot-Aktie (Peugeot-Citroën) (Kurs in Euro)
Renault-Aktie (Kurs in Euro)
Nissan-Aktie (Kurs in Euro)
Fiat-Aktie (Kurs in Euro)
Toyota-Aktie (Kurs in Euro)
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Volkswagen-Vorzugsaktie (Kurs in Euro)
Die kürzlich präsentierten Zahlen von VW konnten an der Börse hingegen nur bedingt überzeugen. Das China-Geschäft läuft gut, aber die operative Dynamik im Autogeschäft hat nach Einschätzung der Analysten von der UBS nachgelassen. Die Analysehaus S&P Equity hob sogar das Kursziel von 160 auf 170 Euro an, weil die operative Marge die Durchschnittschätzung der Analysten um vier Prozent übertroffen hatte.
Im ersten Halbjahr verdiente der Konzern 6,5 Milliaden Euro bei einem Umsatz von 95 Milliarden Euro. Dass die Wolfsburger auch in Krisenzeiten eine erfolgreiche Expansionsstrategie verfolgen, handelte dem Konzern zuletzt auch massive Kritik von Fiat-Chef Sergio Marchionne ein, der zugleich Präsident des Branchenverbands ACEA ist. Er kritisierte öffentlich die aggressive Preispolitik von VW.
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