Börse New York: Druck von allen Seiten

Börse New York: Druck von allen Seiten

, aktualisiert 02. November 2016, 16:07 Uhr
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Am Mittwoch gibt es genug „Verunsicherer“.

Quelle:Handelsblatt Online

Trumps Umfragen-Comeback, mäßige Arbeitsmarktzahlen, abschmierende Ölpreise und eine abendliche Fed-Sitzung, die womöglich eine Überraschung birgt. Es gibt genug Gründe, warum es am Mittwoch runter geht mit US-Aktien.

New YorkDas enge Rennen um die US-Präsidentschaft hat der Wall Street am Mittwoch zu schaffen gemacht. Zudem drückte schwächere Zahlen vom Arbeitsmarkt und ein weiterfallender Ölpreis auf das Gemüt. Und als ob das nicht genüg wäre, steht mit dem Fed-Entscheid am Abend mitteleuropäischer Zeit ein weiterer Unsicherheitsfaktor bereit. Bisher notierten die amerikanischen Börsen nur leicht im Minus. Der Dow-Jones-Index notierte 0,2 Prozent leichter bei 17.998 Punkten, der breite S&P 500 gab 0,4 Prozent nach auf 2103 Zähler, die Technologiebörse lief ebenfalls 0,4 Prozent leichter bei 5134 Stellen.

Der für die Republikaner antretende Milliardär Donald Trump holt im Umfragen auf, weil seine Kontrahentin Hillary Clinton wegen der Benutzung eines privaten Servers für dienstliche E-Mails unter Druck steht. „Es war immer klar, dass der Zieleinlauf knapp werden würde“, sagte Marktanalyst Craig Erlam vom Brokerhaus Oanda. „Die Ereignisse der vergangenen Tage haben aber ihre Spuren in der Anlegerstimmung hinterlassen.“ Clinton gilt als Garantin für Kontinuität in der US-Wirtschaftspolitik. Trump dagegen wegen seiner Unberechenbarkeit als Börsenschreck.

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Am Mittwoch kommt auch der Offenmarktausschuss der US-Notenbank Federal Reserve zusammen. Doch auf dem Parkett geht niemand davon aus, dass die Geldpolitiker um Fed-Chefin Janet Yellen die niedrigen Zinsen anrühren wird. So unmittelbar vor den Präsidentschaftswahlen könnte das den auf politische Unabhängigkeit bedachten Geldpolitikern als Parteinahme ausgelegt werden. Somit gibt es im laufenden Jahr nur noch in der Sitzung zur Dezembermitte die Möglichkeit, die Zinsen zum ersten Mal im laufenden Jahr und überhaupt erst zum zweiten Mal seit der Finanzkrise anzuheben.

Das wiederum gilt unter Börsianern als wahrscheinlich, es sei denn es kommt zu unvorhergesehenen Turbulenzen, wie es 2016 gleich mehrmals der Fall war. Erinnert sei an den Börsencrash in China und die beunruhigenden Konjunkturdaten aus dem Reich der Mitte zum Anfang des Jahres, den Ölpreisabsturz im Frühjahr oder das alle überraschende Brexit-Votum aus dem Sommer. Neuestes Schreckensszenario: Ein US-Präsident Donald Trump.

Geht es nach der Situation auf dem US-Arbeitsmarkt, könnte die Fed an der Zinsschraube drehen. Neben Preisstabilität ist die Notenbank der Vollbeschäftigung verpflichtet. Und die ist mit aktuell 5,0 Prozent nahezu erreicht. Im laufenden Jahr präsentiert sich der Arbeitsmarkt in starker Verfassung, wenngleich es auch einige Rückschläge gab.

Vor dem so wichtigen offiziellen Arbeitsmarktbericht des Arbeitsministerium am Freitag sorgte der ADP-Bericht zur Wochenmitte eher für Ernüchterung. Die Zahlen des privaten Arbeitsvermittlers ADP blieben mit 145.000 neuen Arbeitsstellen hinter den Erwartungen von 165.000 Jobs zurück. Allerdings wurde der Vormonatswert von zunächst ermittelten 154.000 Stellen auf 202.000 nach oben korrigiert. Viel Beachtung fanden die Eingaben aber nicht.

Zudem belastete ein abermals gefallener Ölpreis das Handelsgeschehen. Der Trend am Rohstoffmarkt der vergangenen Tage setzte sich auch am Mittwoch fort. Ein Fass Brent verbilligte sich in der Auslieferung Ende November um drei Prozent auf 46,73 Dollar, WTI im Dezember-Kontrakt auf 45,24 Dollar. Vergangene Woche noch hatten geringe US-Lagerbestände Hoffnung auf eine Stabilisierung geweckt und sowohl das Barrel Brent als auch WTI die 50-Dollar-Marke testen lassen.

Zu den größten Verlierern am US-Aktienmarkt zählte Gamestop. Die Aktien des Videospiele-Händlers, der auch in Deutschland Filialen betreibt, brachen zur Eröffnung um bis zu 14,5 Prozent ein und waren mit 20,14 Dollar so billig wie zuletzt vor mehr als vier Jahren. Vorläufigen Berechnungen des Unternehmens zufolge liegt der Gewinn des abgelaufenen dritten Quartals bei 0,45 bis 0,49 Dollar je Aktie. Analysten hatten mit 0,56 Dollar gerechnet.

Am anderen Ende der Branche wiederum gab es ein kräftiges Kursplus. In der Hoffnung auf einen Verkaufserfolg der neuen Videospiele sind Anleger bei Eletronic Arts, die Gamer als EA kennen, eingestiegen. Die Aktien des US-Softwarehauses stiegen am Mittwoch um bis zu 5,3 Prozent. Das Unternehmen hatte in den vergangenen Wochen die Blockbusterspiele „Fifa 17“, „Battlefield 1“ und "Titanfall 2„ auf den Markt gebracht. EA hob seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf 4,93 Milliarden Dollar von bislang 4,9 Milliarden an. Der Gewinn werde bei 2,69 statt 2,56 Dollar je Aktie liegen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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