Börse New York: Entlassung von FBI-Chef belastet Wall Street

Börse New York: Entlassung von FBI-Chef belastet Wall Street

, aktualisiert 10. Mai 2017, 15:51 Uhr
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Die Stimmung an der Wall Street ist getrübt.

Quelle:Handelsblatt Online

Neu aufgeflammte Furcht vor politischen Störfeuern für die Wirtschaft hat die Wall Street zu Handelsbeginn am Mittwoch belastet. Kräftig zulegen konnten dennoch die Aktien der schwächelnden Modefirma Abercrombie & Fitch.

New YorkDie Aktienindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 verloren in den ersten Minuten bis zu 0,3 Prozent. Für Unruhe sorgte die überraschende Entlassung des FBI-Chefs James Comey durch US-Präsident Donald Trump. Comey muss dem Präsidialamt zufolge wegen seines Vorgehens in der E-Mail-Affäre um Trumps Gegenkandidatin Hillary Clinton seinen Hut nehmen. Die Opposition wirft Trump vor, mit der Personalie sollten die aktuellen Ermittlungen des FBI wegen möglicher Einflussnahme Russlands auf die US-Präsidentschaftswahl behindert werden.

Börsianer befürchten, dass dieser Streit die Verabschiedung von Trumps Wirtschaftsprogramm im Parlament erschwert. "Die wichtigste Frage ist, wie sich dies auf die Steuerpläne auswirkt", sagte Matthew Peterson, Chef-Anlagestratege des Vermögensberaters LPL. "Der Markt rechnet mit einer Senkung." Jegliches Anzeichen, dass diese sich bis 2018 verzögert, sei belastend für die Börse.

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Kräftig zulegen konnten dennoch die Aktien von Abercrombie & Fitch, die sich um mehr als zwölf Prozent verteuerten. Insidern zufolge gibt es mehrere Interessenten für die schwächelnde Modefirma.

Nvidia-Papiere gewannen 15 Prozent, nachdem der Chip-Hersteller einen überraschend großen Umsatzsprung von etwa 50 Prozent ausgewiesen hatte. Die Erlöse mit Spezialchips für Datenzentren stiegen sogar auf mehr als das Doppelte.

Fossil-Titel stürzten dagegen um 20 Prozent ab und waren mit 14,44 Dollar so billig wie zuletzt vor acht Jahren. Der Umsatz des US-Uhrenbauers ging um zwölf Prozent auf 78 Millionen Dollar zurück - stärker als gedacht. Für das Gesamtjahr sagte das Unternehmen ein Minus von 1,5 bis sechs Prozent voraus.

Quelle:  Handelsblatt Online
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