
New YorkDie Börseneuphorie in Europa hat auch die Wall Street angesteckt. Die Anleger zeigten sich hoch erfreut über den Ausgang des Spitzentreffens in Brüssel. "Wir sind so daran gewöhnt, dass in der Regel nicht viel dabei herausgekommen ist", sagte Art Hogan, Analyst bei Lazard Capital. Daher seien die Erwartungen an den jüngsten Gipfel sehr nach unten geschraubt worden. "Da es jetzt den Anschein hat, dass es ein Ergebnis gibt, ist das ein wirklich positiver Impuls für die Märkte." Je näher Europa einer Bankenunion käme, desto näher rücke die Fiskalunion.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg in den ersten Minuten 1,5 Prozent auf 12.791 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 kletterte 1,6 Prozent auf 1350 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 1,8 Prozent auf 2900 Stellen.
Im Mittelpunkt des New Yorker Handels standen Finanzwerte, die besonders von der Schuldenkrise betroffen sind. Der Index des Finanzsektors SPDR legte zwei Prozent zu. Die Anteilsscheine von JPMorgan kletterten 2,3 Prozent, auch wenn die Spekulationsverluste der Bank weitaus höher ausfallen könnten als bislang angenommen.
Dämpfer verpassten Blackberry und Nike der allgemeinen Markteuphorie. Die in New York gelisteten Aktien des kanadischen Blackberry-Herstellers Research in Motion brachen 15 Prozent ein, nachdem der einstige Smartphone-Primus die neuen Modelle Blackberry 10 erst Anfang 2013 auf dem Markt bringen will. Mit einem eigenen, neuen Betriebssystem wollte der Konzern eigentlich das Ruder herumreißen.
Nike versetzte der erfolgsverwöhnten Sportartikelbranche einen Schock. Diese hatte sich bislang immun gegen den Konjunkturabschwung gezeigt. Zum ersten Mal seit zwei Jahren verfehlte der Adidas -Konkurrent mit seinen Quartalszahlen die Markterwartungen. Dieser strafte Nike ab, die Aktie fiel zehn Prozent.



















