Börse New York: Europa und China stürzen Wall Street ins Minus

Börse New York: Europa und China stürzen Wall Street ins Minus

, aktualisiert 24. November 2011, 00:23 Uhr
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Auch für die Händler an den US-Börsen gibt es keinen Anlass zur Freude.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Euro-Schuldenkrise und schwache Konjunkturdaten aus China haben die US-Börsen am Mittwoch erneut belastet. Zudem gerieten die Papiere von US-Banken unter Druck. Alle wichtigen Indizes schreiben herbe Verluste.

New YorkDie Euro-Schuldenkrise hat die US-Börsen am Mittwoch erneut belastet. Auch unerwartet schlechte Arbeitsmarkt-Daten aus den USA und schwache Konjunkturzahlen aus China drückten die Stimmung. Die Wall Street verzeichnete damit den sechsten Handelstag in Folge Verluste. In Europa verloren die Investoren auch den Appetit auf deutsche Staatsanleihen. Sechs Milliarden Euro wollte der Bund bei der Versteigerung zehnjähriger Papiere einsammeln, die Anleger boten aber nicht einmal 3,9 Milliarden Euro. Analysten sprachen von einem Desaster.

„Europa bestimmt wieder die Richtung“, sagte Ken Polcari von ICAP Equities in New York. „Die Märkte sind erschöpft und haben von der mangelnden politischen Führungsstärke auf beiden Seiten des Atlantiks die Nase voll. Es spielt sich ein Drama ab und niemanden scheint es zu kümmern.“

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Der New Yorker Aktienmarkt hat am Mittwoch mit Kursverlusten geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 2,1 Prozent auf 11.257 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500-Index verringerte sich um 2,2 Prozent auf 1161 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 2,4 Prozent auf 2460 Punkte. In Frankfurt ging der Dax mit einem Minus von 1,4 Prozent mit 5457 Punkten aus dem Handel.

„Aus der ganzen Welt kommen schwache Daten rein und es gibt viele schlechte Nachrichten“, sagte Uri Landesman von Platinum Partners in New York. „Wenn die Konjunkturabkühlung in China zu einem anhaltenden Problem werden sollte, werden vor allem Verbrauchsgüter schlecht abschneiden.“

Die Neuanträge auf US-Arbeitslosenhilfe stiegen in der vergangenen Woche leicht an. Mit 391.000 lag die Zahl etwas höher als in der Vorwoche und auch über den Erwartungen der Analysten.

In der chinesischen Industrie schrumpften die Geschäfte so stark wie seit März 2009 nicht mehr. Der Einkaufsmanagerindex der Großbank HSBC fiel auf 48 Punkte und damit unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Bereits im September war der Bereich knapp unter diese Marke gefallen, bevor er sich im Oktober wieder berappelte. Die Daten verstärkten die Furcht vor einer deutlichen Eintrübung der Weltkonjunktur, die China mit zweistelligen Wachstumsraten seit Jahren angeschoben hat.

Am stärksten nach unten wurden Rohstoff- und Finanzwerte getrieben. Vor dem Hintergrund des anstehenden Stresstests durch die US-Notenbank sorgten Anleger sich bei den Banken um die künftige Dividenden- und Aktienrückkaufpolitik, sagten Händler.


Alle Werte im Dow Jones schließen im Minus

Im Dow Jones endeten alle Werte im Minus. AT&T verloren 1,89 Prozent. Bei der geplanten Übernahme von T-Mobile USA durch den Telekomkonzern zeichnen sich weitere Probleme ab. Der Chef der Regulierungsbehörde FCC, Julius Genachowski, hatte am Dienstagabend beantragt, dass die geplante Übernahme von einem Richter der Behörde geprüft wird. Die Aufseher bezweifeln die Angaben von AT&T, wonach der Schulterschluss das Hochgeschwindigkeitsinternet in ländliche Gebiete ausweite, das Netz für mobile Datennutzung verbessere und Arbeitsplätze schaffe.

Deere & Co. waren mit einem Plus von 3,89 Prozent einer der besten Werte im S&P 500. Der Landtechnikkonzern hatte dank eines deutlichen Umsatzanstiegs einen überraschend hohen Quartalsgewinn je Aktie erwirtschaftet. Zudem habe der Ausblick des Unternehmens auf das kommende Jahr die Erwartungen übertroffen, sagten Börsianer.

Groupon rutschten erstmals unter ihren Ausgabepreis und gingen mit einem Minus von 15,50 Prozent auf 16,96 Dollar aus dem Handel. Der Ausgabepreis hatte Anfang November bei 20 Dollar gelegen. Einige Analysten erklärten in US-Medien den rapide absinkenden Kurs mit dem allgemeinen Zustand der amerikanischen Wirtschaft - und der Sorge, dass ein Unternehmen wie Groupon unter einer Kaufzurückhaltung der Verbraucher leiden werde. Außerdem verwiesen sie auf wachsende Konkurrenz von Rivalen wie LivingSocial.

Der Euro hielt sich über 1,33 Dollar. Zuletzt wurden in New York 1,3333 Dollar für die Gemeinschaftswährung bezahlt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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