
New YorkDie steigende Rezessionsgefahr in Europa hat die US-Börsen entmutigt. Die Wall Street eröffnete am Mittwoch mit leichten Verlusten. Der als wichtiger Konjunkturindikator geltende Einkaufsmanagerindex für die Euro-Zone fiel im Februar überraschend unter die Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte in den ersten Minuten etwas schwächer bei 12.969 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 notierte kaum verändert bei 1361 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,1 Prozent auf 2944 Punkte.
„Wir haben es in Europa noch immer mit einer Konjunktur zu tun, die sich verlangsamt. Es ist nun die Frage, wie lange das dauert“, sagte Art Hogan von Lazard Capital in New York. „Aber eine leichte Rezession ist uns lieber als das Alternativszenario, das ohne eine Griechenland-Einigung und das Eingreifen der Europäischen Zentralbank eingetreten wäre.“ Mit Spannung wurden auch Daten zu den US-Hausverkäufen im Januar erwartet, die noch am Mittwoch veröffentlicht werden sollten. „Seit dem Beginn der Finanzkrise sagt jeder, dass der Wendepunkt erreicht ist, wenn der Immobilienmarkt die Talsohle durchschritten hat“, sagte Hogan. Nach den Signalen aus der jüngsten Zeit könne dies der Fall sein. Daher gebe es Hoffnungen, dass die Märkte ihren Aufwärtstrend fortsetzen.
Bei den Einzelwerten drehte sich alles um die Technologiebranche. Navi-Hersteller Garmin übertraf mit seinem Umsatz im vierten Quartal die Erwartungen der Analysten. Auch die Prognose des Unternehmens für das laufende Geschäftsjahr fiel positiver als die Einschätzungen der Branchenexperten aus. Die Anteilsscheine von Garmin legten kräftig um elf Prozent zu.
Dell leidet dagegen unter der schwächelnden Nachfrage nach PCs. Der weltweit drittgrößte PC-Hersteller kann anders als Konkurrent Apple auf dem Markt für Tablets nicht Fuß fassen. Daneben sparen auch einst verlässliche Großkunden wie die öffentliche Hand und fahren ihre PC-Bestellungen zurück. Der Gewinn im Weihnachtsquartal brach um 18 Prozent ein, die Dell-Aktie gab 6,3 Prozent nach.
Dell-Konkurrent HP sollte seine Bilanz nach Börsenschluss vorstellen. Chefin Meg Whitman hat erst im Oktober die Entscheidung ihres Vorgängers Leo Apotheker revidiert und sich für den Erhalt der PC-Sparte entschieden.





