
New YorkDie Wall Street ist am Mittwoch mit leichten Verlusten in den Handel gegangen. Den Anlegern schlug die gekappte Prognose des weltgrößten Chipkonzerns Intel auf die Stimmung. "Wir stellen eine deutliche Schwäche beim Umsatz fest, wegen Europa und des weltweiten Abschwungs. Das macht uns Sorgen", sagte Analyst Oliver Pursche von Gary Goldberg Financial zu den Intel-Zahlen. Die Intel-Aktie fiel um ein Prozent. Positiv wie schon bei JPMorgan kam bei Analysten die Bilanz der zweitgrößten US-Bank Bank of America an. Nach einem Milliardenverlust im Vorjahr erzielte das Geldhaus wieder einen Gewinn von 2,5 Milliarden Dollar. Die Bank of America sei ein weiteres Beispiel für ein US-Finanzinstitut, das überraschend gut abschneidet, sagte Pursche. Für die Aktie ging es trotzdem um 0,3 Prozent abwärts.
Der Dow-Jones-Indexder Standardwerte gab in den ersten Minuten um 0,3 Prozent auf 12.762 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 0,2 Prozent auf 1.360 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor ebenfalls 0,2 Prozent auf 2.903 Punkte.
Ein Lichtblick kam vom schwächelnden US-Immobilienmarkt. Die Zahl der Baubeginne von Wohnungen stieg im Juni so stark wie seit über drei Jahren nicht mehr. Sie legten um 6,9 Prozent auf eine Jahresrate von 760.000 zu. Im Laufe des Tages steht noch die Veröffentlichung des Fed-Konjunkturberichts "Beige Book" an. Zudem wird US-Notenbankchef Ben Bernanke den Abgeordneten des Repräsentantenhauses Rede und Antwort stehen. Erst am Dienstag hatte er vor dem Bankenausschuss des US-Senats gesprochen und mit vagen Aussagen zu einer möglichen Lockerung der Geldpolitik die Anleger enttäuscht.
Nach Börsenschluss werden noch American Express und IBM Einblick ins Quartal geben. Das Papier des Kreditkartenunternehmens büßte knapp 0,4 Prozent ein. Der Anteilsschein des Computerkonzerns stieg um 0,3 Prozent.



















