Börse New York: US-Arbeitsmarktbericht beflügelt Wallstreet nur kurz

Börse New York: US-Arbeitsmarktbericht beflügelt Wallstreet nur kurz

, aktualisiert 03. Dezember 2011, 00:16 Uhr
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Händler an der New Yorker Börse: Die US-Arbeitsmarktdaten sorgten für gute Stimmung an den Finanzmärkten.

Quelle:Handelsblatt Online

Erfreuliche Arbeitsmarktdaten haben der Wall Street nur kurzzeitig Auftrieb gegeben. Am Ende des Börsentages gab der Index seine Gewinne fast komplett wieder ab.

New YorkDie Aktienbörsen in New York sind am Freitag trotz US-Arbeitsmarktbericht und schwelender Eurokrise kaum verändert ins Wochenende gegangen. Der Dow Jones Industrial hielt sich weiter knapp über 12 000 Punkten und schloss mit einem hauchdünnen Minus von 0,01 Prozent bei 12 020,03 Punkten. Der marktbreite S&P 500 verlor 0,02 Prozent auf 1244,28 Punkte. An der Nasdaq-Börse legte der Composite Index 0,03 Prozent auf 2626,93 Punkte zu, der Nasdaq 100 fiel um 0,31 Prozent auf 2302,04 Punkte.

Nach der Erholungsrally hätten sich einige Investoren vor dem Wochenende aus dem Markt zurückgezogen, sagten Händler. Der weltweit bekannteste Aktienindex Dow Jones gewann auf Wochensicht sieben Prozent und verzeichnete damit das größte Wochenplus seit rund zweieinhalb Jahren.

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Börsianern zufolge hatte sich der Markt zunächst auf den US-Arbeitsmarktbericht für November gestützt. Zwar sei die Beschäftigung etwas schwächer als erwartet gestiegen, dafür sei aber die Arbeitslosenquote überraschend deutlich zurückgegangen. Börsianer und Analysten werteten die Daten entsprechend gemischt.

Auch das deutliche Plus an den europäischen Börsen hatte zunächst für gute Stimmung gesorgt. Bundeskanzlerin Angela Merkel drängt wie auch Nicolas Sarkozy auf Lösungen beim EU-Gipfel und will auf dem Weg zur Fiskalunion vorankommen. Händler Manoj Ladwa von ETX Capital sagte: „Das ist positiv, denn die EU muss ihren bisherigen Vertrag überprüfen und ziemlich rasch verbessern.“ Einige Börsianer setzten aber auch Hoffnung auf eine starke Einbeziehung des Internationalen Währungsfonds (IWF) für die Rettung der Eurozone und hier hätten Molltöne aus den USA die Stimmung im Handelsverlauf etwas eingetrübt.

US-Großbanken wurden favorisiert. Tagessieger im Dow waren JPMorgan-Aktien mit plus 6,14 Prozent auf 32,33 US-Dollar. Der Sektor preschte nach oben und eiferte Börsianern zufolge den Aktien ihrer europäischen Wettbewerber nach: Das Barometer KBW Bank Index legte um 1,87 Prozent zu. Am Dow-Ende fanden sich dagegen die Papiere von Hewlett-Packard mit minus 1,88 Prozent auf 27,69 Dollar wieder. Händler sorgten sich um negativen Aussagen der Ratingagentur Fitch.

Papiere des Blackberry-Herstellers Research in Motion rutschten dagegen am Ende des Nasdaq 100 um 8,93 Prozent ab. Die Kanadier sehen ihr Ziel für das Gesamtjahr außer Reichweite und mussten entsprechend die Gewinnerwartungen des Marktes dämpfen. Verizon-Aktien legten 0,21 Prozent zu. Das Gemeinschaftsunternehmen Verizon Wireless will von Comcast für 3,6 Milliarden Dollar Frequenzen zukaufen. Google profitierten mit plus 1,07 Prozent von einer angeblich geplanten Offensive des Suchmaschinenriesen im Onlineversandhandel.

Der Euro hat zum Dollar wieder etwas an Boden verloren und wurde zuletzt bei 1,3403 Dollar einen guten halben Cent tiefer gehandelt als am Vorabend. Damit stabilisierte sich die Gemeinschaftswährung aber dennoch im Wochenverlauf spürbar. Die richtungweisende zehnjährige Staatsanleihe gewann 13/32 auf 99 18/32 Punkte. Sie rentierte entsprechend mit 2,044 Prozent etwas niedriger.

Quelle:  Handelsblatt Online
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