
New YorkEnttäuschende Konjunkturdaten haben die Wall Street am Dienstag ins Minus gedrückt. Nachdem die Ratingagentur Moody's sechs Euro-Staaten herunterstufte und Frankreich, Österreich und Großbritannien mit dem Entzug der Bestnote drohte, belastete der schwache US-Einzelhandel die US-Börsen zusätzlich. Größere Verluste verhinderten Daten aus Deutschland. Börsenprofis blicken so optimistisch auf die deutsche Wirtschaft wie seit fast einem Jahr nicht mehr.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab in den ersten Minuten 0,2 Prozent auf 12.845 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P-500 fiel 0,3 Prozent auf 1347 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,4 Prozent auf 2921 Punkte.
Analysten zufolge könnten Anleger die Daten aus den USA auch als Anlass für Gewinnmitnahmen nutzen. Der US-Einzelhandel startete mit einem Plus von 0,4 Prozent schwächer ins neue Jahr als von Analysten erwartet. Diese hatten mit einem Plus von 0,7 Prozent gerechnet. Im Dezember, auf den der größte Teil des wichtigen Weihnachtsgeschäftes fiel, stagnierten die Umsätze sogar.
Im Blickpunkt der Anleger lag erneut Apple. Der Konzern will einem Zeitungsbericht zufolge in der ersten Märzwoche eine neue Version des Verkaufsschlagers iPad vorstellen. Die Aktie war am Vortag erstmals auf über 500 Dollar geklettert. Sie pendelte um ihren Schlusskurs von knapp 503 Dollar.
Trotz roter Zahlen im vierten Quartal legten die Aktien des Kosmetikherstellers Avon 2,5 Prozent zu.
Google -Aktien gaben 0,5 Prozent nach. Kartellwächter in Europa und den USA stimmten der geplanten milliardenschweren Übernahme des Handyherstellers Motorola Mobility zu. Google-Anteilsscheine hatten im Vorfeld der erwarteten Entscheidung zugelegt.
Auf den Verkaufszetteln standen die Papiere der Bank of America nachdem Citigroup die Aktien auf „neutral“ von „buy“ herunterstuften. Die Aktien fielen 1,7 Prozent.








