Börse New York: Wall Street-Rally beschert kräftige Kursgewinne

Börse New York: Wall Street-Rally beschert kräftige Kursgewinne

, aktualisiert 21. Dezember 2011, 00:25 Uhr
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Wall Street-Anleger haben heute neue Hoffnung geschöpft.

Quelle:Handelsblatt Online

Gute Konjunkturdaten haben die Anleger an der Wall Street Hoffnung schöpfen lassen. Nicht nur der geplatzte Deal von AT&T mit T-Mobil USA sorgte für Aufregung auf dem Parkett.

New YorkDie Anleger an der Wall Street haben am Dienstag neue Hoffnung in der europäischen Schuldenkrise geschöpft und die Kurse kräftig nach oben getrieben. Geringere Zinsen für spanische Anleihen sowie eine unerwartete Aufhellung des Geschäftsklimas in Deutschland sorgten für eine gute Stimmung.

Noch am Vortag hatte die Warnung der Europäischen Zentralbank vor Risiken in der Finanzbranche die Händler verschreckt. „Dies ist nicht nur eine Reaktion auf die Verluste von gestern, sondern zu einem großen Teil ein echter Rückgang der Angst - vor allem dank des hohen Appetits auf spanische Schuldenpapiere“, erklärte Peter Kenny von Knight Capital.

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Das Ifo-Konjunkturbarometer stieg im Dezember den zweiten Monat in Folge überraschend an. Dabei könnten die Verbraucher zur tragenden Säule für das Wachstum der größten europäischen Volkswirtschaft werden. Ebenfalls positiv zu Buche schlugen Daten vom US-Immobilienmarkt. Im November wurden unerwartet viele Wohnhäuser gebaut. Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgte der geplatzte Megadeal zwischen Deutscher Telekom und AT&T.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 2,9 Prozent im Plus bei 12.103 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg drei Prozent auf 1241 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 3,2 Prozent auf 2603 Stellen. In Frankfurt ging der Dax mit einem Plus von 3,1 Prozent bei 5847 Stellen aus dem Handel.

Bei den Einzelwerten standen Papiere von Finanzinstituten im Fokus. Nachdem am Vortag die Anteilsscheine der Bank of America erstmals seit fast drei Jahren unter fünf Dollar fielen, legten sie am Dienstag fast vier Prozent auf 5,17 Dollar zu. Die Aktien der Citigroup stiegen um 4,5 Prozent.

Ebenfalls zu den Gewinnern gehörte Navistar. Der US-Nutzfahrzeughersteller steigerte seinen Quartalsgewinn deutlicher als erwartet und vermeldete sein bestes Jahresergebnis seit 2008. Im Gesamtjahr belief sich bei Umsätzen von 14 Milliarden Dollar der Nettogewinn auf 1,7 Milliarden Dollar.

Die Aktie verteuerte sich um 6,5 Prozent. Die gescheiterte Übernahme der Telekom-Tochter T-Mobile USA durch den Telefongiganten AT&T sorgte ebenfalls für Aufregung auf dem Parkett. Der 39 Milliarden Dollar schwere Deal war in den USA auf massiven Widerstand der Behörden gestoßen. Am Montag nach Börsenschluss in New York erklärte AT&T dann, dass es seine Pläne zum Kauf von T-Mobile USA aufgebe. Die Dividendenpapiere von AT&T gewannen 1,3 Prozent. Anleger setzten darauf, dass die Ausgaben für mobile Netzwerktechnik kräftig steigen werden. Deshalb verteuerten sich etwa die in den USA gelisteten Titel von Alcatel-Lucent um fast 14 Prozent, die Aktien von Juniper schossen knapp neun Prozent in die Höhe.

Der Hersteller von Geschäftssoftware Red Hat stand dagegen kräftig unter Druck. Die Aktien verbilligten sich um fast neun Prozent. Das Unternehmen rechnet im vierten Quartal mit einem Umsatz unter den Erwartungen von Analysten.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,94 Milliarden Aktien den Besitzer. 2669 Werte legten zu, 371 gaben nach und 62 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,84 Milliarden Aktien 2184 im Plus, 449 im Minus und 81 unverändert.

Angesichts der Rally an den Aktienmärkten haben die US-Staatsanleihen am Dienstag deutlich an Wert verloren. Händler gingen zudem davon aus, dass sich die Banken am Mittwoch bei dem neuartigen EZB-Dreijahrestender große Mengen Geld zu günstigen Konditionen leihen. Dies dürfte viel Druck von den Instituten nehmen und die Schuldenkrise weiter entschärfen, hieß es.

Das zehnjährige Papier verlor deshalb 1-02/32 auf 100-20/32. Die Rendite lag bei 1,93 Prozent. Die dreißigjährige Anleihe büßte sogar drei volle Punkte ein auf 103-25/32 und rentierte mit 2,93 Prozent.

Quelle:  Handelsblatt Online
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