
Die amerikanischen Börsen legen zu Beginn zu. Börsianer beobachten mit Zuversicht die Ereignisse in Europa und setzen darauf, dass das Bundesverfassungsgericht dem ESM-Rettungsschirm und dem EU-Fiskalpakt grünes Licht gibt. Zweifel an den rechtlichen Hilfsmöglichkeiten Deutschlands könnten die Krise verschärfen, warnte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble.
Am Markt wurde positiv quittiert, dass sich die Renditen für spanische Staatsanleihen auf dem Rückmarsch befanden. Sie fielen unter die wichtige Marke von sieben Prozent. Eine erste Hilfstranche von 30 Milliarden Euro soll noch im Juli an die spanische Regierung fließen. Die anhaltende Schuldenkrise drängte die beginnende Berichtssaison etwas in den Hintergrund. Alcoa hatte am Vortag nach Börsenschluss traditionell als erstes Schwergewicht seine Quartalszahlen veröffentlicht.
Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte in den ersten Minuten um 0,6 Prozent auf 12.820 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500 stieg 0,6 Prozent auf 1360 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,6 Prozent auf 2949 Punkte.
Die weltweite Konjunkturflaute und niedrige Aluminiumpreise setzen dem US-Produzenten Alcoa nicht ganz so stark zu wie befürchtet. Der Konzern schnitt besser als erwartet ab, was die Aktie mit 0,6 Prozent ins Plus beförderte. Trotz des jüngsten Preisverfalls hält das von Ex-Siemens-Manager Klaus Kleinfeld geleitete Unternehmen an seiner Prognose fest.
Der US-Chiphersteller Intel steigt bei seinem niederländischen Zulieferer ASML ein und legt dafür mehr als vier Milliarden Dollar auf den Tisch. Der in New York notierte ASML -Aktie bekam der Vertrauensbeweis gut, sie legte um 7,6 Prozent zu. Die Intel-Investoren gaben sich zurückhaltender und drückten den Anteilsschein 0,4 Prozent ins Minus.
Konkurrent AMD kommt hingegen aus dem schweren Fahrwasser nicht hinaus und steuert nach eigenen Angaben auf einen Umsatzrückgang im zweiten Quartal von etwa elf Prozent im Vergleich zum Vorquartal zu. Bisher hatte AMD schlimmstenfalls mit stagnierenden Geschäften gerechnet. Die Aktie brach um sechs Prozent ein.



















