Börse Tokio: Nikkei auf höchstem Stand seit zwei Monaten

Börse Tokio: Nikkei auf höchstem Stand seit zwei Monaten

, aktualisiert 28. Oktober 2011, 08:38 Uhr
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Die Tokioter Börse ist am Freitag auf den höchsten Stand seit zwei Monaten geklettert.

von Reuters Quelle:Handelsblatt Online

Asiens Anleger bleiben risikofreudig, die Erleichterung über die Einigung der Euro-Länder zur Schuldenkrise hält an. Auch positive Unternehmensergebnisse sorgen für kräftige Gewinne.

Tokio Die Erleichterung über die Beschlüsse des Euro-Gipfels im Kampf gegen die Schuldenkrise hat die Börsen in Asien den zweiten Tag in Folge beflügelt. Die Börse in Tokio kletterte zum Wochenschluss auf den höchsten Stand seit zwei Monaten. Insgesamt waren die Märkte in Asien auf gutem Weg, die beste Handelswoche seit drei Jahren hinzulegen. Auch die USA trugen zur guten Stimmung am Freitag bei. Die US-Wirtschaft verdoppelte fast im dritten Quartal ihr Wachstumstempo. Dies dämpfte Sorgen, dass die weltgrößte Volkswirtschaft in die Rezession rutscht.

Daneben spielten Unternehmensergebnisse eine wichtige Rolle: Diese seien weniger schlecht ausgefallen als befürchtet, hieß es. Die Anleger in Tokio beunruhigte allerdings weiter der hohe Yen-Kurs . Und das, obwohl die japanische Notenbank weiter Geld in die Wirtschaft pumpt und damit der Konjunktur auf die Sprünge helfen will.

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Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging um 1,4 Prozent höher bei 9.050 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um rund ein Prozent auf 771 Punkte. Die Börsen in Hongkong, Shanghai, Südkorea und Taiwan notierten ebenfalls fester.

„Die größte Sorge galt Europa“, sagte Kenichi Hirano von Tachibana Securities. Nach der Einigung im Kampf gegen die Euro-Krise könnten die Käufer nun zurückkehren. Auch wenn die neuen Maßnahmen keine endgültige Lösung seien, seien sie doch ein Schritt in die Richtung und sollten helfen, das Vertrauen in die Märkte wieder herzustellen, sagte Cyril Beuzit, Strage bei BNP Paribas. Allerdings würden sich die Anleger gleich anderen Themen zuwenden wie dem starken Yen und die Auswirkungen auf Unternehmensergebnisse, fügte Hirano hinzu.

Export-Unternehmen wie Sharp oder Komatsu senkten ihre Gewinnprognosen. Die Aktien gewannen dennoch jeweils rund sechs Prozent an Wert. „Schlechte Zahlen sind schlechte Zahlen“, sagte Masayoshi Okamoto von Jujiya Securities dazu. „Aber offensichtlich haben einige Investoren Schlimmeres erwartet.“ Banken-Werte legten nach den Euro-Beschlüssen weiter zu. Sumitomo Mitsui Financial und Mitsubishi UFJ Financial kletterten jeweils um knapp ein Prozent.

In Südkorea legten die Aktien von Samsung Electronics 2,3 Prozent zu. Der Elektronikkonzern übertrumpfte Vorreiter Apple und verkaufte im dritten Quartal deutlich mehr Smartphones. Auf der Verliererseite standen die Anteilsscheine von Olympus . Der Skandal um hohe Beratergebühren brockte den Papieren des Kameraherstellers ein Minus von über zehn Prozent ein.

Der Euro legte zum Schlusskurs in New York leicht zu und kostete zuletzt 1,4186 Dollar. Der Dollar wurde mit 75,84 Yen gehandelt nach 75,97 Yen in New York.

Auch der Hang Seng Index legte mit 1,84 Prozent ordentlich zu, der CSI 300 stieg um 1,44 Prozent.

Quelle:  Handelsblatt Online
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