Börse Tokio : Nikkei hält sich knapp über Tsunami-Tiefstand

Börse Tokio : Nikkei hält sich knapp über Tsunami-Tiefstand

, aktualisiert 22. November 2011, 07:41 Uhr
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Die US-Schuldenkrise belastet die Tokioter Börse

Quelle:Handelsblatt Online

Die Schuldenprobleme in den USA und Europa belasten die Tokioter Börse. Der Nikkei hält sich knapp über dem Tiefstand nach dem Erdbeben. Die Olympus-Aktie spielt erneut verrückt.

TokioDie Schuldenprobleme in den USA und Europa haben am Dienstag an den asiatischen Aktienmärkten erneut zu Verunsicherung und uneinheitlichen Kursen geführt. Am Montagabend waren in den USA die Verhandlungen zum Abbau des immensen Schuldenbergs gescheitert. Händler sagten, die Folgen des Dauerstreits zwischen Demokraten und Republikanern für die Finanzmärkte seien zunächst schwer abzuschätzen. Immerhin beruhigten die Rating-Agenturen die Nerven der Anleger mit der Aussage, dass den USA nicht unmittelbar eine Herabstufung drohe. Auch die Schuldenkrise in Europa erlaubte dem Aktienmarkt keine Atempause: Hier zeigten sich die Investoren darüber beunruhigt, dass die Rating-Agentur Moody's die französische Kreditwürdigkeit in Gefahr wähnt.

In Tokio blieb der Handel vor einem Feiertag am Mittwoch dünn. Anleger trennten sich zwar von risikoreichen Investments, sie wollten die Preise aber auch nicht zu weit nach unten treiben, hieß es. Zwischenzeitlich fiel der Leitindex Nikkei auf den tiefsten Stand seit acht Monaten. Er konnte sich immerhin noch knapp über dem Tiefstand halten, auf den das Barometer kurz nach dem Erdbeben und Tsunami im März gefallen war.

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Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verlor 0,4 Prozent auf 8314 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index tendierte dagegen 0,1 Prozent höher bei 717 Zählern. Auch an den übrigen asiatischen Börsen blieben die Kursveränderungen insgesamt gering sowie uneinheitlich. So überwogen etwa in Taiwan, Hongkong und Shanghai die Verluste, während die Kurse in Südkorea und Singapur überwiegend etwas anzogen.

Bei den Einzelwerten lagen die Papiere des von einem Bilanzierungsskandals erschütterten Unternehmen Olympus im Blickpunkt. Sie schossen 20 Prozent in die Höhe, nachdem der Kamerahersteller mitteilte, dass eine unabhängige Untersuchungskommission bislang keine Hinweise auf die von den Investoren gefürchtete Beteiligung des Organisierten Verbrechens habe.

Die Aktien der Börse in Osaka kletterten knapp fünf Prozent. Zuvor hatten der Börsenplatz und die Börse Tokio ihre Absicht bekanntgegeben, sich zum drittgrößten Börsenbetreiber der Welt zusammenzuschließen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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