Börsendebüt: Private fast ohne Chance auf Facebook-Aktien

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Börsendebüt: Private fast ohne Chance auf Facebook-Aktien

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Ein Börsengang ist bei Weitem kein demokratischer Prozess. Schon jetzt sei klar, dass bei Facebook nicht viel für Privatanleger übrig bleibe.

von Angela Hennersdorf

Börsenguru Warren Buffet warnt sogar vor dem Kauf von Facebook Aktien. Aber Privatanleger haben ohnehin kaum Chancen, direkt zum Börsengang Aktien zu ergattern. Wie es trotzdem gelingen könnte.

Es ist soweit: Facebook startet seine Roadshow, um vor allem die Großinvestoren für die Facebook-Aktie zu begeistern. Ab dem 18. Mai soll sie an der Technologiebörse Nasdaq notieren. Auf der Hauptversammlung von Berkshire Hathaway am vorigen Wochenende äußerte sich auch der 81-jährige Starinvestor Buffett erstmals zum Börsengang von Facebook. Aber der Großinvestor ist nicht interessiert. „Die Idee, dass eine frisch an den Markt gebrachte Firma unter tausenden und abertausenden Firmen weltweit die günstigste Gelegenheit ist, ist mathematisch unmöglich", sagte Buffett vor seinen Aktionären. Auch sein 88-jähriger Co-Vorstand Charlie Munger will keine Facebook-Aktien: "Ich investiere nicht in Firmen, die ich nicht verstehe. Und ich will Facebook nicht verstehen." Dabei hatte Warren Buffett angeblich stundenlang mit Facebook-Chef Mark Zuckerberg gesprochen, der die Investorenlegende um ein paar Tipps zum Börsengang gebeten hatte. Doch weder Buffett noch Munger haben eine eigene Facebook-Seite. Buffetts Investment-Unternehmen Berkshire investiert außerdem grundsätzlich nicht in Börsendebütanten und ist auch nicht gerade für eine Vorliebe zu Technologieaktien bekannt.

Doch an der Börse herrscht kein Zweifel daran, dass sich genügend institutionelle Investoren um die neuen Aktien reißen werden. Anders sieht es für Privatanleger aus: So einfach wie mit einem Klick eine Freundschaft auf Facebook zu schließen, eine Foto zu verbreiten oder einen neuen Link mit Freunden auf der ganzen Welt zu teilen, wird der Kauf von Facebook-Aktien längst nicht. Zum Initial Public Offering (IPO) ist nur ein elitärer Zirkel zugelassen – private Kleinanleger haben kaum Chancen auf Facebook-Anteile.

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Ein Börsengang ist bei Weitem kein demokratischer Prozess. Fast 90 Prozent der Aktien gingen üblicherweise an institutionelle Investoren, nur die restlichen zehn Prozent an Privatanleger, sagt Timothy Keating, Chef der amerikanischen IPO-Beratungsfirma Keating Capital. Schon jetzt sei klar, dass bei Facebook nicht viel für Privatanleger übrig bleibe. Facebook-Chef Mark Zuckerberg will offenbar bis zu zehn Prozent der Firmenanteile an die Börse bringen und dafür 11,8 Milliarden Dollar einnehmen.

Theoretische Chance

Üblicherweise haben Anleger bei einem gefragten Börsengang ohne ein Depot bei einer der Konsortialbanken keine Chance, Aktien eines begehrten Neulings zu ergattern. Einziges deutsches Institut in dem aus 31 Banken bestehenden und von Morgan Stanley angeführten Konsortium ist die Deutsche Bank. Die mochte sich in dieser Woche aber noch nicht dazu äußern, ob ihre Kunden in Deutschland zumindest eine theoretische Chance hätten, die begehrte Aktie zu zeichnen. Große Chancen, Stücke zugeteilt zu bekommen, hätten Normalkunden ohnehin nicht.

„Die Banken vergeben diese Aktien meist an ihre wohlhabenden Kunden und nicht an den Kleininvestor“, sagt Edward Kraus vom US-Online-Broker Charles Schwab. So soll Goldman Sachs Facebook-Papiere nur an solche Kunden geben, die bereit sind, zwei Millionen Dollar zu investieren. Gleiches gelte für Morgan Stanley und JP Morgan.

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