Börseneuphorie: Finanzmärkte im Blasenmodus

KommentarBörseneuphorie: Finanzmärkte im Blasenmodus

Wie schon 2000 und 2007 lassen heute wieder rekordhohe Aktienrückkäufe und milliardenschwere Fusionen und Übernahmen die Aktionärsherzen höherschlagen.

Wenn man anhand von Aktien- oder Anleihekursen auf den Zustand von Volkswirtschaften schließen könnte, dann spiegeln uns diese sprichwörtlich rosige Zeiten vor. Analysiert man allerdings die fundamentalen Nachrichten aus den großen Volkswirtschaften, so finden sich kaum Gründe, die derzeitige gute Stimmung an den Märkten zu teilen.
So erreichen uns bereits seit Jahresbeginn aus den USA schwache Konjunkturdaten, während diejenigen aus Japan oder China dort gar auf große Probleme schließen lassen. Zudem können weder die jüngsten Turbulenzen in den Emerging Markets als überwunden betrachtet werden, noch lassen die Daten aus Europa die medial beschworene Wende zum Besseren erkennen. Zwar prognostiziert die EU-Kommission für das Jahr 2014 ein Wirtschaftswachstum von letztlich bescheidenen 1,2 Prozent, doch lassen eine Industrieproduktion auf dem Stand des Jahres 2010, eine rekordhohe Arbeitslosigkeit und weit unter das Niveau des Jahres 2004 gefallene Einzelhandelsumsätze genügend Platz für andere, „völlig überraschende“ Realitäten.

Chart of Doom Wie eine Grafik Anleger in Panik versetzt

Eine kleine Grafik, die die Entwicklung des Dow Jones abbildet, bereitet Anleger in den USA große Sorgen. Sie zeigt Parallelen zwischen der heutigen Hausse und der Börse vor dem Crash von 1929.

Zum Vergrößern der Grafik bitte hier klicken. Quelle: Screenshot

Doch während viele Unternehmensausblicke entsprechend der konjunkturellen Abkühlung schon seit Monaten deutlich verhaltener ausfallen, vermag selbst diese Entwicklung die Euphorie der Aktieninvestoren, die Dax und Dow im Februar schon wieder auf Rekordfahrt schickten, kaum zu bremsen. Wie schon in den Blasen-Jahren 2000 und 2007 lassen heute wieder rekordhohe Aktienrückkäufe und milliardenschwere Fusionen und Übernahmen (Mergers & Acquisitions) die Aktionärsherzen höherschlagen. So schnellte das M&A-Gesamtvolumen im vergangenen Jahr mit 2.900 Milliarden Dollar auf ein Fünf-Jahres-Hoch, und die bewilligten Preise, 19 Milliarden Dollar für einen (Whats)App-Kauf oder 130 Milliarden Dollar für die Übernahme von Verizon Wireless, lassen erahnen, dass proportional mit dem koste-es-was-es-wolle-Übernahme- und Fusionsfieber auch die Wahrscheinlichkeit kostspieliger Abschreibungs-Überraschungen ansteigen dürfte.

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