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Börsengänge: Telefonica drängt mit O2 an die Börse

In den Markt für Börsengänge kommt richtig Bewegung. Nachdem Talanx nach einigen Kapriolen sein IPO für den Dienstag anvisiert hat, strebt auch die Telefonica-Tochter O2 aufs Parkett – einem Medienbericht zufolge früher als angenommen.

Telefonica Quelle: REUTERS
Die Telefonica-Tochter O2 macht sich chic - auch für die Börse. Quelle: REUTERS

Der Börsengang der deutschen Telefonica-Tochter O2 könnte einem Bericht zufolge bereits Mitte Oktober über die Bühne gehen. Bisher war über eine Platzierung bis Ende Oktober spekuliert worden. Das Interesse sei groß, berichtete die Financial Times Deutschland (FTD) unter Berufung auf Aussagen eines Managers. Der Börsengang könne aber in Gefahr geraten, wenn der hochverschuldete spanische Telekomkonzern das Rad überdrehe: „Es wird nur klappen, wenn Madrid nicht zu gierig ist“ zitierte die FTD den Manager.

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Die im Mai oder Juni erwartete Wiederaufnahme von Börsengängen in China dürfte sich einem Zeitungsbericht zufolge noch bis Juli verzögern. Die Behörden machten sich Sorgen über den Zustand der Wirtschaft und würden deshalb erst im dritten Quartal wieder IPOs zulassen, hieß es in dem amtlichen "China Securities Journal". Die Börsenaufsicht hatte die Genehmigung von Börsengängen im Oktober eingestellt, um das Angebot zu drosseln, den Aktienmarkt zu stabilisieren und die Qualität der IPOs zu verbessern. Viele Branchenkenner hatten erwartet, dass die Behörde im Mai oder Juni eine Wiederaufnahme ankündigen wird.

Im vergangenen Jahr bot sich an den westlichen Märkten ein ganz ähnliches Bild - wenn auch nicht ausschließlich krisenbedingt.

Bild: dpa

PR-Blamage für Talanx

Ein IPO von O2 könnte Signalwirkung haben. Der Markt für Börsengänge liegt in Deutschland brach. Derzeit läuft die Preisfindung für die Aktien des Versicherers Talanx, der am Dienstag nach langem Hin und Her nun doch sein Börsendebüt feiern will. Die Hannover-Rück-Mutter hatte die Platzierung der Anteile im September angekündigt, dann aber zurückgezogen. Den Investoren war der Preis für die Anteile schlicht und ergreifend zu hoch, ihr Interesse dementsprechend klein ausgefallen - Talanx sagte den Börsengang ab. Aus der PR-Blamage hat der Konzern seine Lehren gezogen, nun will er beim zweiten Versuch mit rund 500 Millionen Euro weniger Geld als beim ersten Mal einnehmen.

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Dividende als Köder

Telefonica hatte im Juli den Börsengang von O2 angekündigt. Die Spanier wollen damit einen Teil ihres Schuldenbergs von zuletzt mehr als 58 Milliarden Euro abtragen. Der Konzern will Insidern zufolge mit dem Verkauf von rund 20 Prozent an dem Mobilfunkbetreiber etwa 1,5 Milliarden Euro erlösen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg sollen potenzielle Investoren mit einer hohen Dividende geködert werden.

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