Börsengang: Aumann will mit frischem Kapital expandieren

Börsengang: Aumann will mit frischem Kapital expandieren

, aktualisiert 10. März 2017, 13:20 Uhr
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Aumann will durch seinen Börsengang zwischen 209 Millionen und 257 Millionen Euro einsammeln.

Quelle:Handelsblatt Online

Es soll die erste Neuemission des Jahres an der Frankfurter Börse werden: Am 24. März plant der westfälische Maschinenbauer Aumann den Gang aufs Börsenparkett. Gelingt dies, wäre er mehr wert als sein Eigentümer.

MünchenDer westfälische Elektro-Maschinenbauer Aumann wird bei seinem geplanten Börsengang mit bis zu 600 Millionen Euro bewertet. Die Preisspanne für die Neuemission wurde in der Nacht zum Freitag auf 35 bis 43 Euro je Aktie festgelegt, wie das Unternehmen aus Beelen mitteilte. Am oberen Ende der Spanne wäre Aumann damit nach der für den 24. März geplanten Erstnotiz mehr wert als ihr Mehrheitseigentümer, die börsennotierte Beteiligungsgesellschaft MBB. Die MBB-Aktie stieg am Freitag um 1,7 Prozent auf 91,20 Euro. Aumann will mit der Neuemission – es wäre die erste in diesem Jahr in Frankfurt - 209 Millionen bis 257 Millionen Euro einsammeln.
Bis zu 59 Millionen Euro davon gehen an das Unternehmen selbst, für den Ausbau der Produktion in China und den USA. Der Löwenanteil, bis zu 182 Millionen Euro, soll an die Berliner MBB gehen. Diese ist bisher mit 93,5 Prozent beteiligt und will auch nach dem Börsengang eine knappe Mehrheit an Aumann behalten. Bis zu 46 Prozent der Aktien sollen dann im Streubesitz sein.

MBB hatte Aumann aus zwei Unternehmen zusammengebaut: dem gleichnamigen Mittelständler, den man 2015 gekauft hatte, und der ehemaligen Claas Fertigungstechnik, die seit 2012 zu ihren Beteiligungen gehört. Der Hersteller von Motor-Wickelmaschinen und Drahtlackiermaschinen will vom Elektroauto-Boom profitieren. Dieses Geschäft machte zuletzt gut ein Viertel des Umsatzes aus. Aumann-Maschinen werden zum Bau von Elektromotoren gebraucht. Die Firma mit 600 Mitarbeitern beliefert sowohl große Autobauer und -zulieferer als auch Hersteller von E-Bikes.
Organisiert wird der Börsengang im streng regulierten Prime Standard von der US-Investmentbank Citi und der Privatbank Berenberg.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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