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Börsengang: Britische Telekom-Tochter soll noch 2013 an die Börse

Die Deutsche Telekom bringt den seit längerem erwägten Börsengang ihres Mobilfunkgeschäfts in Großbritannien auf den Weg - und könnte so mehr als eine Milliarde Euro einheimsen.

Schwäche1: Bereinigte Kennzahlen verzerren das Bild

Wie fast kein anderes Unternehmen ist die Deutsche Telekom dafür bekannt, in ihren Zahlen ständig irgendwelche Sondereinflüsse auszuweisen. Berichtete und bereinigte Kennzahlen weichen regelmäßig meilenweit voneinander ab. Der Konzern hat zwar immer zahlreiche Begründungen für die Bereinigungen parat. Gleichwohl ist nicht von der Hand zu weisen, dass diese die Berichterstattung komplexer und schwerer verständlich machen.

Allein im Geschäftsjahr 2011 liegen berichtetes und bereinigtes Konzernergebnis 2,3 Milliarden Euro auseinander. Aufwendungen, die der Konzern als Sondereffekte deklarierte und somit auch bereinigte, waren unter anderem Ausgaben für den Konzernumbau wie etwa Personalmaßnahmen sowie Firmenwertabschreibungen auf die Tochtergesellschaften T-Mobile in den USA und OTE in Griechenland.

Bild: AP

Die Börsenpläne für den britischen Mobilfunkmarktführer "Everything Everywhere" werden immer konkreter. Die Telekom und ihr Joint-Venture-Partner France Telecom seien nur noch wenige Wochen davon entfernt, die beratenden Banken zu ernennen. Das berichtet die "Sunday Times". Eine Sprecherin der Deutschen Telekom wollte sich nicht direkt zu dem Bericht äußern. Sie sagte jedoch, dass ein Börsengang die bevorzugte Option für "Everything Everywhere" sei, obwohl beide Muttergesellschaften langfristig in dem Geschäft Partner bleiben wollten. "Die Deutsche Telekom und France Telecom haben sich zu einer strategischen Überprüfung des Geschäftes entschlossen und erwägen verschiedene Optionen, von denen ein IPO die bevorzugte Lösung wäre", sagte die Sprecherin. Aus informierten Kreisen hat das Handelsblatt nun erfahren, dass es auf einen Termin im Spätsommer oder Frühherbst hinauslaufen dürfte.
Konsortialführer dürfte dem Zeitungsbericht zufolge voraussichtlich Morgan Stanley werden, während JP Morgan und Barclays auch eine prominente Rolle spielen dürften. Dem Bericht zufolge wird erwartet, dass sowohl die Deutsche Telekom als auch France Telecom jeweils 25 Prozent an dem 2010 gegründeten Joint Venture verkaufen und dafür jeweils mehr als ein Milliarde Pfund (1,15 Milliarden Euro) einstreichen können. An dem Gemeinschaftsunternehmen halten die Telekom und die Franzosen jeweils die Hälfte. Es wird eine Gesamtbewertung der britischen Mobilfunkgesellschaft von bis zu zehn Milliarden Pfund erwartet.

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Erst Ende des vergangenen Jahres hatten beide Unternehmen bestätigt, dass sie einen Börsengang prüfen. Die Telekom braucht das Geld, will sie doch, so das Handelsblatt, in den nächsten drei Jahren 30 Milliarden Euro investieren.

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Das britische Unternehmen ist seinen Konkurrenten um ein halbes Jahr voraus, weil er der erste Mobilfunknetzbetreiber ist, der mit dem Datenturbo LTE startete. Diese Technik ermöglicht sehr viel schnellere Datenübertragungsraten. Es wird gehofft, dass die Datennutzung dann insgesamt steigt und so für höhere Umsätze sorgt. Rückgänge sind vor allem im Geschäft mit traditioneller Sprachtelefonie zu verzeichnen.

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