Börsengang: Die Risiken der Formel-1-Aktie

Börsengang: Die Risiken der Formel-1-Aktie

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Vom Rennzirkus aufs Börsenparkett: Der Finanzinvestor CVC könnte 15 Prozent der Formel 1 an die Börse bringen.

von Hauke Reimer

Finanzinvestor CVC plant angeblich einen Börsengang der Formel 1. Warum Anleger lieber in der Box bleiben sollten.

Bernie Ecclestone hat mal wieder einen Versuchsballon losgelassen: 15 Prozent der Formel 1 könnte Finanzinvestor CVC, der knapp zwei Drittel der Anteile hält, noch in diesem Jahr an die Börse bringen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt: Ende des Jahres laufen die Verträge zwischen der Betreibergesellschaft und den Rennställen aus. Dass die großen Automobilkonzerne nicht verlängern und, wie schon mehrfach geschehen, mit dem Aufbau  einer eigenen Serie drohen, ist zwar unwahrscheinlich. Aber noch mal ein paar Nachbesserungen können sie schon verlangen.

Wenn es tatsächlich einen Börsenstart geben wird, soll der laut Ecclestone in Singapur erfolgen. Klar, Asien ist für ihn der Zukunftsmarkt, die globale Marke kann hier sicher noch die meisten Fans gewinnen. (Wichtig wäre dann aber auch, dass in dem von deutschen Fahrern dominierten Rennzirkus irgendwann mal auch ein Asiate vorne mitfährt, vielleicht sollte Ecclestone hier mal was für tun).  

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Pleiten und Pannen

Ein Grund für das Listing in Asien dürfte auch sein,  dass die Formel 1 finanziell gesehen in Europa schon reichlich verbrannte Erde hinterlassen hat:  Die ehemalige Neuer-Markt-Kursrakete EM.TV hatte sich mit dem  überteuerten und mit viel Schulden bezahlte Kauf der Rennserie in die Pleite manövriert, dann geriet das Aktienpaket in den Strudel der Kirch-Pleite und landete schließlich  bei der Bayern LB . Deren früherer Risiko-Chef Gerhard Gribowsky soll beim Verkauf der Formel 1-Anteile an CVC von Ecclestone bestochen worden sein. Der Prozess dazu  läuft noch, bis zu einem Urteil hat Gribowsky als unschuldig zu gelten , aber: dass hier Millionen geflossen sind, scheint unumstritten. Sollen Anleger in solch einem Umfeld ihr Geld investieren?

Sicher: Die Marke ist klasse, TV-Einnahmen und Ticketverkauf sind einigermaßen verlässlich.  Werbe- und Merchandising-Einnahmen dürften aber stark  konjunkturabhängig sein. Und dann ist da eben noch Ecclestone, von dem kein Aktionär jemals erfahren dürfte, was er nun wirklich gerade vorhat. – ein unkalkulierbarer Faktor, genau so die Frage, was passiert, wenn der 82-Jährige einmal abtritt. Fest steht auch: Die Jungs, die hier zugange sind, sind verdammt clever, clever  auch darin, andere über den Tisch zu ziehen.

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