Börsengang: Facebook erhöht Preisspanne

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Börsengang: Facebook erhöht Preisspanne

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Bei Facebook gibt es Grund zur Freude: Das Online-Netzwerk will in den nächsten Tagen an die Börse. Jetzt berichten US-Medien, dass Facebook die Preisspanne erhöht

Quelle:Handelsblatt Onlinedapd

Goldgräberstimmung in Kalifornien: Die Aktie war bereits überzeichnet. Jetzt erhöhte das Netzwerk die Preisspanne. Damit könnte der Unternehmenswert jetzt 100 Milliarden Dollar übersteigen.

Der Börsenwahnsinn nimmt kein Ende. Die aufgeheizte Stimmung an den Finanzmärkten ermöglicht es dem Börsenkandidat Facebook offenbar, seinen ohnehin bereits luftig kalkulierten Ausgabepreise für seine Aktien vor Toresschluss signifikant anzuheben. Am Montag lag die Preisspanne noch bei 28 bis 35 Dollar pro Aktie, jetzt hob Facebook die Preise an.

Statt 28 bis 35Dollar peilt das soziale Netzwerk nun einen Ausgabekurs von 34 bis 38 Dollar an, wie aus am Dienstag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Unterlagen hervorgeht. Der gestiegene Ausgabepreis ist
ein Zeichen für großes Interesse der Investoren. Gemessen an der neuen Preisspanne kann der Unternehmenswert dann bei mehr als 100 Milliarden Dollar liegen.

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Grund für den tieferen Griff in die Taschen der Investoren soll eine überwältige Nachfrage nach den 337,4 Millionen Aktien sein, die ausgegeben werden.

Es herrscht wieder Goldgräberstimmung in Kalifornien. Rationale Bedenken werden beiseite gedrückt, jeder will dabei sein, wenn der bislang größte Börsengang eines Webunternehmens voraussichtlich am Freitag ansteht. „Die werden mit Orders nur so überflutet“, zitiert Bloomberg Jon Merriman, den CEO der Investmentfirma Merriman Holdings in San Francisco.

Facebook-Aktie "signifikant überbewertet"

Am oberen Ende der erwarteten neuen Preisspanne wäre das Social Network mit Sitz im kalifornischen Menlo Park dann 104,2 Milliarden Dollar wert und wird mit dem 26-fachen Umsatz des vergangenen Jahres bewertet. Zum Vergleich: Als Microsoft an die Börse kam, lag die Bewertung bei weniger als dem fünffachen Jahresumsatz.

Brian Hamilton, Mitgründer der Analysefirma Sageworks, erklärte entsprechend auf Bloomberg TV, die Facebook-Aktie sei „signifikant überbewertet“. Würde man die gleichen Maßstäbe an Apple anlegen, müsste der derzeitige Top-Verdiener des Silicon Valley statt wie jetzt mit rund 530 Milliarden Dollar an der Börse mit 2,7 Billionen Dollar bewertet werden.

Google müsste rund eine Billionen Dollar teuer sein statt 200 Millionen. Und diese 25-fache Umsatzbewertung ist noch die vor der geplanten weiteren Anhebung der Preisspanne.

Liegen die Analysten zudem mit ihren Erwartungen richtig, besteht kurzfristig auch nicht viel Luft für die Aktie, nach dem Börsengang zu steigen. Michael Pachter von Wedbush Securities sieht ein Kursziel von 44 Dollar auf die nächsten zwölf Monate.

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