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Börsengang: Facebook-Panne kommt Nasdaq teuer zu stehen

Quelle: dapd

Die Schwierigkeiten beim Börsengang des Online-Netzwerks werden die US-Technologiebörse Nasdaq rund 40 Millionen Dollar kosten.

Facebook-Anleger sollen von der Nasdaq insgesamt 40 Millionen Dollar (32 Millionen Euro) Entschädigung bekommen. Quelle: dapd
Facebook-Anleger sollen von der Nasdaq insgesamt 40 Millionen Dollar (32 Millionen Euro) Entschädigung bekommen. Quelle: dapd

Die schwere Panne beim Börsengang des sozialen Netzwerks Facebook kommt die US-Technologiebörse Nasdaq teuer zu stehen: Anleger sollen in bar und über Rabatte mit insgesamt 40 Millionen Dollar (32 Millionen Euro) entschädigt werden, wie Nasdaq in New York mitteilte.

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Die Konkurrenzbörse New York Stock Exchange (NYSE) kritisierte den Schritt als Wettbewerbsverzerrung. Bei Facebooks Börsengang am 18. Mai hatten Computerfehler teilweise den Kauf und Verkauf von Aktien verhindert und den Handelsauftakt um eine halbe Stunde verzögert - einige Anleger beklagten sich, dass sie Aktien nicht loswurden, die sie eigentlich nicht haben wollten.

Nasdaq will 14 Millionen Dollar in bar an jene Investmentfirmen auszahlen, deren Forderungen als stichhaltig eingestuft werden. Der Rest soll mit jenen Kosten gegengerechnet werden, die die Firmen für den Handel an der Nasdaq zahlen. Die NYSE schoss daraufhin eine Breitseite gegen ihre Konkurrenz: „Dadurch wird die Industrie praktisch gezwungen, die Fehler der Nasdaq zu subventionieren“, hieß es in einer Mitteilung.

„Es ist ein schädliches Beispiel mit weitreichenden Folgen für die Märkte, Investoren und das öffentliche Interesse.“ Die Technologiebörse gab keine Einschätzung ab, wie viele Forderungen sie erhalten werde und ob die 40 Millionen Dollar ausreichen. Die Summe ist aber überraschend hoch.

Entschädigungen zumeist einstelliger Millionen-Wert

Üblicherweise deckelt die Nasdaq Entschädigungen an Anleger wegen technischer Probleme mit einer Summe von nur drei Millionen Dollar. Die Prüfung der Entschädigungsforderungen soll die eigene Aufsichtsbehörde der US-Finanzindustrie FINRA übernehmen.

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Konkret sollen den Angaben zufolge Anleger entschädigt werden, die Aktien von Facebook für 42 Dollar oder weniger verkaufen wollten, dies aber entweder nicht konnten oder sie billiger verkauften, als sie eigentlich wollten.

Auch Investoren, deren Aktienkäufe beim Stand von 42 Dollar nicht sofort bestätigt wurden, sollen demnach entschädigt werden.

Ursprünglich lag der Preis der Aktie bei 38 Dollar. Am Mittwochnachmittag (Ortszeit) lag er nach dem Preissturz der vergangenen Wochen bei knapp über 26 Dollar. Nasdaq erklärte, dass die Computerfehler mittlerweile behoben seien. Experten des Computerkonzerns IBM sollen jetzt das Betriebssystem der Technologiebörse überprüfen.

Quelle: dapd

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